Newalu-Geschäftsführer Stefan Matthaei (links) und Martin Volpers (rechts).

Sehen optimistisch in die Zukunft: Newalu-Geschäftsführer Stefan Matthaei (links) und Martin Volpers (rechts). Bild: Newalu

Zwar schweigt sich das Unternehmen zur genauen Höhe des Auftrags aus, jedoch freut sich Martin Volpers, „über einen weiteren Großauftrag aus der Automobilindustrie. Ausschlaggebend war letztendlich, dass wir in der Entwicklungsphase mit unserem technischen Know-how überzeugen konnten", sagt der Geschäftsführer operatives Geschäft der Newalu (New Aluminium) GmbH.
Für die Serie entstand am Standort Delbrück des Wärmebehandlungs-Spezialisten für Aluminium eine neue Produktionslinie, an der ab März 2018 zusätzlich 15 neue Mitarbeiter beschäftigt sind.

Die Wärmebehandlung macht die Aluminium-Fahrwerksteile stabiler und langlebiger. Diese werden schließlich dazu beitragen, das Gewicht des fertigen Fahrzeugs zu verringern sowie den Verbrauch und die Schadstoffemissionen zu reduzieren. Ein weiterer Vorteil des Aluminium-Leichtbaus: Der Gießprozess mit anschließender Wärmebehandlung ermöglicht komplexe, multifunktionale Bauteile, die Automobil-Hersteller früher aus separaten Einzelkomponenten aufwändig und kostenintensiv zusammenfügen mussten.

"Die Parameter für die Wärmebehandlung der Fahrwerksteile, wie Temperatur, Haltezeit der Gussteile im Ofen sowie das Abschreckverfahren, haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung des Automobilherstellers erarbeitet", ergänzt Volpers. Zudem wurden maßgeschneiderte Gestelle für die Aluminium-Bauteile entwickelt. Diese Gestelle spielen eine wichtige Rolle für die optimale Wärmebehandlung der Fahrwerksteile, um bei den extremen Temperaturen von über 520°C ein Verformen der Bauteile zu verhindern.

Newalu deckt nach eigenen Angaben den gesamten Prozess der Veredelung von Aluminium ab, von der Logistik über die Gestell- und Parameterentwicklung bis zur Wärmebehandlung, mechanischen Bearbeitung und anschließenden Montage-Arbeiten.
„Dank des verlängerten Prozesses kommt das Bauteil aus der Gießerei zu uns, wir bearbeiten es komplett und liefern es dem Kunden direkt zum Einbau ans Fließband“, sagt Stefan Matthaei, seit Juli 2017 neuer Geschäftsführer Strategie des Mittelständlers mit 160 Mitarbeitern an den drei Standorten Delbrück (Nordrhein-Westfalen) sowie Landshut und Altheim (Bayern). „Für den Kunden entstehen so erhebliche Qualitäts- und Prozessvorteile, die sich letztlich in deutlichen Kosteneinsparungen messen lassen.“

Zu den Auftraggebern von Newalu zählen unter anderem Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und VW ebenso wie Druckguss Westfalen, Eurotech Group und Handtmann.

"Aufgrund der großen Nachfrage bin ich zuversichtlich, dass wir bald weitere neue Aufträge an Land ziehen. Wir denken bereits darüber nach, den Standort Delbrück noch einmal deutlich auszubauen", schließt Volpers.