Panasonic

Panasonic will sich als wichtiger Zulieferer etablieren. Bild: Panasonic

Die Automobilsparte prüfe den Kauf von oder die Zusammenarbeit mit Unternehmen, mit deren Hilfe sie ihre Technologien in Bereichen wie Autosensoren und künstlicher Intelligenz ergänzen könne, teilte die Panasonic Corp mit. Dafür könne sie 300 bis 400 Milliarden Yen ausgeben.

Wie andere globale Technologiekonzerne setzt Panasonic auf die Computerisierung des Autos wie etwa das autonome Fahren: Bis 2018 will die Automobilsparte den Umsatz gegenüber dem Geschäftsjahr 2015/16 um 16 Prozent auf 2 Billionen Yen steigern, wie deren Präsident Yoshio Ito sagte. In dem Ende März beendeten Geschäftsjahr waren Umsatz und Gewinn der Sparte gesunken.

"Wir wollen 2016 zu einem Comeback-Jahr machen", sagte Ito. "Wir werden weiter in Wachstumsbereiche investieren."

Der Mutterkonzern sieht die Automobilsparte als wichtigen Treiber seines künftigen Wachstums. Panasonic gehört bereits zu den Gewinnern des Wandels in der Autoindustrie: Der Konzern liefert fast alle Batterien, die zum Betrieb der Elektrofahrzeuge von Tesla eingesetzt werden. Panasonic entwickelt auch moderne Fahrerassistenzsysteme, die Sensoren zur Sammlung von Informationen nutzen, um den Fahrern bei der Identifizierung von Hindernissen zu helfen, und ein mit dem Internet verbundenes "e-Cockpit", das weitere Funktionen integrieren soll, von der Navigation bis zur Klimaanlage.

Gemeinsam mit Tesla baut Panasonic eine Batteriefabrik im US-Bundesstaat Nevada, deren Bau insgesamt bis zu 5 Milliarden Dollar kosten wird. Im Januar hatte Panasonic angekündigt, bis zu 1,6 Milliarden Dollar dazu beizutragen.

Tesla-CEO Elon Musk kündigte in diesem Monat an, die Jahresproduktion bis 2018 auf 500.000 Neuwagen steigern zu wollen. Damit würde dieses Produktionsziel zwei Jahr früher erreicht als zuvor geplant. Bis 2020 wolle Tesla dann 1 Million Fahrzeuge bauen, auch dank des demnächst auf den Markt kommenden Autos für den Massenmarkt, Model 3. Der Hersteller hat bereits rund 400.000 Vorbestellungen für den Model 3 erhalten, das setzt Panasonic unter Druck, die Produktion zu beschleunigen.