Zum 1. Januar hat sich die Automotive-Sparte von Schaeffler neu aufgestellt.

Zum 1. Januar hat sich die Automotive-Sparte von Schaeffler neu aufgestellt. Bild: Mayer

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde der bisherige Unternehmensbereich Automotive Aftermarket zu einem eigenständigen Vorstandsressort unter der Leitung von Michael Söding (55). Dieser verantwortet seit 2009 den Unternehmensbereich Automotive Aftermarket. Im gleichen Zug wurde Bühl zum künftigen Hauptsitz des dritten Unternehmensbereichs „Automotive OEM“ ernannt.

Zum Anfang dieser Woche veröffentlichte der global tätige Automobilzulieferer auch schon vorläufige Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2017: Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz auf rund 14,0 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 13,3 Milliarden Euro). Dies entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 5,9 Prozent. Damit beendet Schaeffler das Jahr 2017 beim Umsatz deutlich oberhalb seiner Jahresprognose 2017, die von 4 bis 5 Prozent Umsatzwachstum ausging.

Zur positiven Entwicklung trugen beide Sparten des Unternehmens bei. Während der Umsatz der Sparte Automotive auf 10,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,3 Milliarden Euro) zunahm, legte der Umsatz der Sparte Industrie im Gesamtjahr auf 3,1 Milliarden Euro zu. Die Sparte Automotive ist damit im zweiten Halbjahr wieder stärker als der Markt, bezogen auf die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen.

„Wir gehen davon aus, dass sich die positive Umsatzentwicklung auch in 2018 fortsetzt“, kündigt Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, an. Darüber hinaus schuf Rosenfeld zum 1. Januar 2018 auch einen eigenständigen Unternehmensbereich für E-Mobilität, in dem sämtliche Produkte und Systemlösungen für hybride und rein batteriebetriebene Fahrzeuge gebündelt werden.

Schaeffler Jochen Schröder
Jochen Schröder leitet ab April die neue Division E-Mobilität bei Schaefller. Bild: Schaeffler

Ab April wird Jochen Schröder (46) diese neue Einheit E-Mobility in der größeren Division „Automotive OEM“ leiten. In dieser Funktion berichtet Jochen Schröder dann an Matthias Zink, den Chef der Abteilung „Automotive OEM“. Schröder kommt von der Valeo Siemens eAutomotive GmbH, wo er als CTO für die globalen F&E-Aktivitäten verantwortlich war, zur Schaeffler Gruppe. Nach seinem Studium der Elektrotechnik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg promovierte er auf dem Gebiet der Regelungstechnik. Nach einer über 15-jährigen erfolgreichen Karriere bei BMW mit verschiedenen Leitungsfunktionen, unter anderem für die Bereiche System Design und Vorentwicklung elektrische Antriebe sowie Energiemanagement Gesamtfahrzeug, übernahm Jochen Schröder Ende 2016 die Rolle des Entwicklungsleiters bei der Valeo Siemens eAutomotive GmbH.  

„Mit der neuen Unternehmensstruktur treiben wir die Transformation der Schaeffler Gruppe auch 2018 konsequent weiter voran. Wir wollen uns so noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausrichten und setzen weiterhin auf Wachstum“, erklärte Rosenfeld weiter.