Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach

Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach: Wegen Schmiergeldzahlungen aus der Vergangenheit befürchtet der Automobilzulieferer Strafzahlungen und will sich deshalb das Geld präventiv sichern. Bild: Schaeffler

| von Andreas Karius

Vor der Kammer Schweinfurt des Arbeitsgerichts Würzburg geht es am Dienstag (27. September) um insgesamt mehr als 53 Millionen Euro "wegen künftig anfallender Strafzahlungen, Bußgelder und Ermittlungskosten", wie ein Gerichtssprecher erläuterte.

Hintergrund sind Schmiergeldzahlungen aus der Vergangenheit, deretwegen Schaeffler Strafzahlungen befürchtet und sich deshalb das Geld präventiv sichern will.

Ihm zufolge fordert der Wälzlagerspezialist fix die Summe von 1,7 Millionen Euro für Schadenersatz und hat darüber hinaus eine Feststellungsklage über rund 51,7 Millionen Euro eingereicht. Dies bedeutet, dass das Gericht nach dem Willen des Konzern feststellen soll, dass die Beklagten dem Unternehmen mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach diesen Betrag schulden. Im Februar war Schaeffler in einem anderen Verfahren damit gescheitert, Teile des Vermögens der ehemaligen Mitarbeiter einfrieren zu lassen.

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