BAIC_BJEV_SK-Innovation_Batteriefabrik

BAIC bündelt seine Elektroauto-Aktivitäten unter dem Dach der Tochter BJEV. Nun baut SK Innovation mit den chinesischen Unternehmen als Partner eine große Batteriefabrik in China. Bild: BJEV

| von Frank Volk

Außer der Investitionssumme, der Produktionskapazität und dem Produktionsstart ist die Informationslage noch spärlich zur neuen Batteriefabrik. Bekannt ist: die Kapazität von 7,5 Gigawattstunden reicht, um etwa 250.000 Elektroutos mit 30 KWh Batterien pro Jahr zu versorgen. Aus dem neuen Werk sollen laut Berichten aus China in erster Linie Fahrzeuge von Beijing Electric Vehicle (BJEV), dem Elektroauto-Ableger von BAIC versorgt werden, aber auch andere Autobauer. Welche Rolle in diesem Kontext Daimler spielt, ist noch unklar. BAIC ist in China Joint Venture Partner des deutschen Autokonzerns und Daimler ist im Frühjahr mit einem kleinen Anteil an BJEV eingestiegen.     

Für die südkoreanische SK Innovation wiederum ist der Deal mit BAIC ein wichtiger Schritt, um auf dem chinesischen Markt stärker Fuß zu fassen. SK Innovation hat auf seinem Heimatmarkt eine Batterieanlage und plant bis 2022 den Bau einer Batterieanlage in Ungarn. Das neue Werk in China eingerechnet, kommt SK Innovation dann auf 20 GWh Jahreskapazität. Gegenwärtig ist CATL (Contemporary Amperex Technology Ltd) der größte Batterielieferant in China und hat auch eine führende Position auf dem globalen Markt eingenommen.

Bei BAIC-Tochter BJEV hat der Absatz von E-Fahrzeugen deutlich angezogen. In den ersten sieben Monaten des Jahres legten die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent auf 66.700 verkaufte Fahrzeuge zu. Mittelfristig will BAIC 300.000 Elektroautos jährlich in China fertigen. Zudem investiert man derzeit mit Daimler sowohl in Fertigungskapazitäten für Elektroautos wie auch in die Batterieproduktion.