Hella

Hella und AEye beabsichtigen ihr Know-how im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zu bündeln. Bild: Hella

Wie der Automobilzulieferer für Licht und Elektronik Hella mitteilt, liegt der Schwerpunkt der Kooperation mit AEye, einem Anbieter von visuellen Wahrnehmungssystemen und Entwickler von iDAR, im Bereich des optischen Messverfahrens LiDAR, bei dem mithilfe von Laserlicht die Position und Entfernung eines Objektes bestimmt wird. Das iDAR-System von AEye ist eine neue Form der intelligenten Datenerfassung. Diese kombiniert einen agilen Solid-State-LiDAR-Sensor sowie eine HD-Kamera und künstliche Intelligenz, um Daten auf Sensorebene zu erfassen. Die Lösung ist auf eine Wellenlänge von 1550 Nanometer (nm) ausgelegt. iDAR sei damit führend in der Branche in Bezug auf Reichweite und Scanraten und entspreche zudem den speziellen Automotive-Anforderungen, heißt es.

Hella soll in die Kooperation sowohl die Expertise im Bereich Embedded Software und Bildverarbeitung als auch die langjährige Automotive-Erfahrung sowie Industrialisierungskompetenz entlang der gesamten Lieferkette einbringen. Durch die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit AEye sollen leistungsstarke ADAS-Lösungen für das automatisierte Fahren entstehen (Level 3). „Hella arbeitet erfolgreich mit Automobilherstellern zusammen. Daher erwarte ich große Synergien bei der Einführung der nächsten Produktgeneration. Gemeinsam können wir den Kundenbedürfnissen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft gerecht werden", sagt Blair LaCorte, Präsident von AEye. Frank Petznick, verantwortlich für das automatisierte Fahren bei Hella, sagt: „Die Zusammenarbeit mit AEye wird uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, neue Fahrerassistenzlösungen und Funktionen für das automatisierte Fahren zu entwickeln sowie deren Leistungsfähigkeit weiter zu erhöhen."

Hella Ventures wurde im Dezember 2018 als Teil der 40 Millionen US-Dollar großen Serie-B-Finanzierung ein strategisch wichtiger Anteilseigner von AEye. Das erste gemeinsame Entwicklungsprojekt soll zeitnah beginnen, mit dem Ziel, im Jahr 2022 die Serienproduktion zu starten.