Airbags

Der Takata-Skandal trifft auch die deutschen Hersteller Daimler, BMW und VW. Bild: Volkswagen

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, Takata rechne mit einer Summe von bis zu 24 Milliarden Dollar. Takata-Aktien brachen nach dem Bericht um ein Fünftel ein. Industrieexperten gingen bisher davon aus, dass Takata für die Rückrufaktionen bis zu 3,5 Milliarden Dollar auf den Tisch legen könnte.

Es entspräche es nicht der Wahrheit, dass Takata bereits die Zusatzkosten berechnet habe. Dies sei aktuell schwierig, weil die Untersuchungen zu den Explosionsursachen bei einigen Airbags andauerten. Infolgedessen legte die Aktie des Zulieferers um fast sechs Prozent zu.

Bislang sind weltweit mehr als 50 Millionen Autos mit Autos Airbags von Takata zurückgerufen worden. Mit dem fehlerhaften Bauteil  werden weltweit zehn Todesfälle in Verbindung gebracht - die meisten davon in den Vereinigten Staaten.

Für Takata, Behörden und Autobauer zieht sich das Airbag-Debakel immer weiter in die Länge: Die ersten Rückrufaktionen wurden bereits vor Jahren initiiert. Das japanische Unternehmen zählte bislang zu den Marktführern unter den Zulieferern im Segment der passiven Sicherheit: Da jeder fünfte Airbag weltweit aus der Produktion der Japaner stammt, sind zahlreiche OEMs vom Skandal betroffen - darunter auch Daimler, BMW sowie der Volkswagen-Konzern.