US-Präsident Donald Trump beim Wahlkampf.

Donald Trump drohte der deutschen Autoindustrie bereits mit Strafzöllen. Jetzt könnte er einen großen SHW-Deal zum Platzen gebracht haben. Bild: Flickr

US-Präsident Trump hat sich an seinem ersten Arbeitstag im Weißen Haus mit führenden Industriebossen getroffen – darunter auch Tesla-Boss Elon Musk. Man munkelte bereits, dass der Elektroauto-Hersteller einen großen Auftrag an den deutschen Zulieferer SHW vergeben hatte, schließlich sei der Auftraggeber ein "weltweit führender Hersteller von vollelektrischen Fahrzeugen". Nach dem Treffen im Weißen Haus am Montag (23. Januar), vermeldetet SHW einen Tag später, dass der Großauftrag zurückgezogen wurde. Die Wirtschaftswoche sieht darin einen Zusammenhang.

Angeblich soll der Auftrag wegen "technischer Spezifikationen und Anforderungen" zurückgezogen worden sein. SHW geht allerdings von politischen Gründe hinter dem geplatzten Deal aus und will laut Wirtschaftswoche nun sogar gegen Tesla klagen. Auf Anfrage von AUTOMOBIL PRODUKTION bei SHW wollte man dazu keine weitere Stellungnahme abgeben.

Dass es sich bei dem Großkunden um Tesla handelt, begründet die Wirtschaftwoche unter anderem mit der Auslieferung der SHW-Teile: Die sollten nämlich ab September 2017 lieferfertig sein, was auf den Produktionszeitpunkt von Teslas Model 3 hindeuten würde. Zudem setzt laut dem Bericht "US-Präsident Trump derzeit seine Wahlkampf-Ankündigung um und drängt US-Autobauer, geplante Werke außerhalb der USA zu stornieren und Teile aus US-Produktion zu verbauen."