Analyst Robin Zhu Bernstein Zulieferer

Analyst Zhu von Bernstein nannte derweil die angekündigten Maßnahmen Chinas zur Belebung der Fahrzeugnachfrage "enttäuschend für Investoren". Die Pläne blieben vage, Chinas Zentralregierung scheine "die Brieftasche für die Konsumenten nicht recht öffnen zu wollen". Bild: CNBC

Auf die Verkaufslisten haben Anleger am Dienstag (29. Januar 2019) wieder Papiere etlicher Autozulieferer genommen. Vor dem Beginn der Handelsgespräche zwischen den USA und China am Mittwoch (30. Januar 2019) sei die Unsicherheit für die Branche unverändert groß, sagten Händler. Die Analysten des Investmenthauses Bernstein verwiesen zudem auf enttäuschende staatliche Pläne Chinas, um den Autoabsatz anzukurbeln.

Den größten Kursverlust mussten Aktien von Leoni hinnehmen, die um fast 7 % fielen. Papiere des Herstellers von Verbindungstechnik Norma büßten 4,7 % und Stabilus 3,2 % ein. Continental-Aktien verbilligten sich um 1 %. In Paris gaben die Kurse der großen Zulieferer Faurecia und Valeo ebenfalls kräftig nach.

Analyst Robin Zhu von Bernstein nannte derweil die angekündigten Maßnahmen Chinas zur Belebung der Fahrzeugnachfrage "enttäuschend für Investoren". Die Pläne blieben vage, Chinas Zentralregierung scheine "die Brieftasche für die Konsumenten nicht recht öffnen zu wollen". Die jüngste Kursrally im chinesischen Autosektor seit Jahresanfang werde von den Plänen jedenfalls nicht begründet.

Das Jahr 2019 werde erneut zur Herausforderung für die Autobranche in China. "Die Preise und Margen dürften wieder unter Druck geraten", sagte Zhu. Er prognostizierte einen Rückgang der Volumina von 4 %. Die Lagerbestände seien zum Jahresbeginn auf einem Rekordhoch.