Elektrische Vapor Pump (EVAP) von Pierburg

Für die im vergangenen Sommer in Serienproduktion gegangene elektrische Vapor Pump (EVAP) verfügt das Unternehmen aktuell über ein Gesamtauftragsvolumen von mehr als 700 Mio. EUR. Bild: Rheinmetall Automotive

| von Götz Fuchslocher

Wie Rheinmetall Automotive mitteilt, wurde die Weltneuheit von namhaften amerikanischen und chinesischen Automobilherstellern geordert. Die Aufträge sollen zunächst bis zum Jahr 2026 laufen. Weiter heißt es, nach dem erfolgten Hochlauf der entsprechenden Fahrzeugserien sollen im Rahmen allein dieser Bestellungen von Pierburg jährlich weltweit bis zu 3,5 Millionen EVAPs produziert werden.

Pierburg hat mit der EVAP im vergangenen Jahr eine Pumpe eingeführt, die den Aktivkohlebehälter ohne das bislang benötigte Vakuum im Ansaugtrakt „spült“. Dadurch sei sie besonders für moderne Motorengenerationen geeignet. Sie besteht aus einer zentrifugalen elektrischen Gaspumpe, die von einem einphasigen Motor angetrieben wird und mit großem Durchsatz bei gleichzeitig geringem Druck arbeitet. Ihre thermische Widerstandsfähigkeit wird durch eine aktive Kühlung der Elektronik erhöht. Diese stelle sicher, dass die Pumpe auch den schwierigen Bedingungen im Motorraum standhalte, hört man von Pierburg. Zusätzlich sei sie mit einem integrierten Drucksensor versehen, um den Systemdruck an die Steuereinheit des Fahrzeugs zu melden.

Die EVAP wird für die jeweiligen Märkte in Fountain Inn/ South Carolina, einem der nordamerikanischen Fertigungsstandorte des Automobilzulieferers, sowie bei Pierburgs chinesischem Joint Venture für Pumpen (PHP) in der Region Shanghai produziert.