Vitesco Standort in Ungarn

Die Continental-Antriebseinheit Vitesco Technologies soll im September eigenständig werden. Bild: Vitesco

Die konkreten Pläne für die Abspaltung teilte der Konzern im Rahmen seiner Online-Hauptversammlung mit. Die Aktionäre des Autozulieferers und Reifenherstellers müssen dem Vorhaben noch zustimmen. Bisher hatten die Hannoveraner lediglich einen Termin "in der zweiten Jahreshälfte" genannt.

Seit Jahren will Continental die Sparte mit Teilen für Verbrenner- und Elektroantriebe vom restlichen Geschäft trennen und sich damit stärker auf Software, Elektronik, Sicherheit und das lukrative Reifengeschäft konzentrieren. Bisher war das an widrigen Marktbedingungen und auch Problemen im eigenen Geschäft gescheitert - einen zunächst geplanten Teilbörsengang mit entsprechendem Geldzufluss und weiterer Conti-Kontrolle verwarf das Management. Die Zustimmung zum Spin-Off gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse als sicher: 46 Prozent von Conti gehören der Familie Schaeffler.

Conti war 2020 wie die gesamte Branche in der Corona-Pandemie in ein tiefes Loch gefallen, hatte aber auch vorher rote Zahlen geschrieben. Daher verhandelt das Unternehmen derzeit weiter mit den Arbeitnehmern über das Sparprogramm, das bis 2023 die jährlichen Bruttokosten - inklusive Vitesco - um mehr als eine Milliarde Euro senken soll. Vor allem die geplanten Werksschließungen in Aachen und im hessischen Karben hatten Proteste ausgelöst. Continental-Chef Nikolai Setzer hatte hier zuletzt etwas eingelenkt, das Reifenwerk in Aachen soll nun bis 2022 produzieren, der Standort Karben erhält eine Gnadenfrist bis 2025.

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