Renault-Fuhrpark mit elektrifizierten Fahrzeugen.

Renault setzt das Aktuatormodul in seiner Plattform E-Tech ein, die etwa im Clio, Mégane oder Captur zum Einsatz kommt. Bild: Renault

| von Götz Fuchslocher

Im neuen Vollhybrid von Renault übernimmt ein elektrisches Aktuatormodul von Vitesco Technologies den Gangwechsel im Automatikgetriebe. Renault setzt das Aktuatormodul in seiner Plattform E-Tech ein, wie sie etwa im Clio, im Mégane, Arkana oder Captur zum Einsatz kommt. Wie der Zulieferer mitteilt, beginnt damit die Umsetzung einer neuen Technologie auf Großserienniveau. Über die Laufzeit umfasst der Auftrag einen dreistelligen Euro-Millionenbetrag.

In Europa läuft mit dem Automatikgetriebe für den Vollhybrid Clio E-Tech zum ersten Mal ein dediziertes Hybridgetriebe bei Renault an. Bei dieser neuen Form der Elektrifizierung gelinge es durch wesentliche Vereinfachung der mechanischen Komponenten im Getriebe, den Vollhybrid zum Preisniveau eines Dieselfahrzeugs mit Automatik anzubieten, heißt es bei Vitesco Technologies.

Zwei Elektromotoren mit 100 Watt Leistung sind für die Gangwechsel zuständig. Das dedizierte Hybridgetriebe im Clio E-Tech kommt ohne eine Reibkupplung aus und wird über eine Klauenkupplungen geschaltet. Damit sinken die Reibungsverluste, was die Effizienz des Antriebs weiter erhöht und den Bauraum verkleinert. So wird beispielsweise auch ein Front-Quereinbau in kompakteren Fahrzeugen möglich.

Noch vor wenigen Jahren wäre so etwas technisch nicht machbar gewesen“, erläutert Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Vitesco Technologies. „Erst jetzt ist die Regelungstechnik leistungsfähig genug, um ein solches Klauenkupplungskonzept umzusetzen."

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