Voltabox Klasing

Andres Klasing, Finanzvorstand von Voltabox. „Navitas ist der Baustein, der unsere Wertschöpfungskette in der Elektromobilität vervollständigen wird. Wir werden jetzt unseren hohen Automatisierungsgrad in den einzelnen Marktsegmenten noch besser ausspielen und damit Skaleneffekte realisieren.“ Bild: Voltabox

Die Voltabox AG hat heute ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht und ihre Prognose für das Gesamtjahr aktualisiert. „Die neue Kooperationsvereinbarung mit Triathlon, der Erwerb von Concurrent Design und der Zukauf von Navitas Systems zeigen, dass wir keine Zeit verlieren wollen“, sagt Jürgen Pampel, Vorstandsvorsitzender der Voltabox AG. „Wir schaffen Strukturen, die unseren Markterfolg absichern und unsere Profitabilität nachhaltig stärken werden.“

Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete der Systemanbieter für Elektromobilität einen Umsatz von 18,1 Mio Euro und wuchs damit um 71,0 % (Vorjahr: 10,6 Mio Euro). Die Profitabilität stieg im Jahresvergleich ebenso deutlich. Die EBIT-Marge betrug 0,6 % (Vorjahr: -7,1 %). Voltabox hat im zurückliegenden Halbjahr beträchtliche Fortschritte bei der Umsetzung seiner ambitionierten Wachstumsstrategie gemacht. Neben der Übernahme von Concurrent Design mit mehr als 20 Ingenieuren, Projektmanagern und Software-Entwicklern vermeldete das Unternehmen auch die Akquisition von Navitas Systems. Dank des nordamerikanischen Marktführers für Lithium-Ionen-Batteriesystemen im Bereich Intralogistik kann Voltabox nach eigenen Angaben diesen Markt schneller durchdringen und erhöht das Wachstumstempo auf dem Weg zur angestrebten Weltmarktführerschaft.

Darüber hinaus deckt Voltabox mit Navitas ab sofort eine weitere Stufe in der Wertschöpfungskette der Elektromobilität ab: das US-Unternehmen betreibt eine moderne Anlage zur Produktion von hochspezialisierten Batteriezellen. Die Übernahme steht unter dem Genehmigungsvorbehalt amerikanischer Behörden. Die Erstkonsolidierung wird voraussichtlich noch im dritten Quartal erfolgen.

„Mit dem Rückenwind aus dem Börsengang haben wir unser Portfolio im ersten Halbjahr um erfolgskritische Teile erweitert“, sagt Andres Klasing, Finanzvorstand von Voltabox. „Navitas ist der Baustein, der unsere Wertschöpfungskette in der Elektromobilität vervollständigen wird. Wir werden jetzt unseren hohen Automatisierungsgrad in den einzelnen Marktsegmenten noch besser ausspielen und damit Skaleneffekte realisieren.“

Weiter hat Voltabox die seit 2014 bestehende Kooperation mit Triathlon vertraglich neu geregelt. Damit verschafft sich das Unternehmen in der Intralogistik den Einstieg in den Direktvertrieb. Voltabox kann zukünftig die Hersteller von Gabelstaplern und große Logistik-Unternehmen unmittelbar adressieren.

Batteriemodule für Gabelstapler stark gefragt

Maßgeblich für das Unternehmenswachstum in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres war die sehr gute operative Geschäftsentwicklung mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern sowie mit Batteriesystemen für den Einsatz in Trolleybussen. Darüber hinaus hat erstmals auch die Serienproduktion von Batteriesystemen für ein Untertage-Bergbau-Fahrzeug zum Umsatzwachstum beigetragen. Weiterhin trug die Serienproduktion von Starterbatterien für Motorräder zum Umsatz bei.

Bei zunehmend automatisierter Produktion erhöhte sich der Materialaufwand nur unterproportional um 49,4 % auf 10,9 Mio Euro (Vorjahr: 7,3 Mio Euro), was überwiegend auf veränderte Wechselkurse bei der Beschaffung von Zellen zurückzuführen ist. Die Materialeinsatzquote sank entsprechend auf 60,1 % (Vorjahr: 68,8 %). Damit ergibt sich für den Berichtszeitraum ein Rohertrag in Höhe von 10,7 Mio Euro (Vorjahr: 6,3 Mio Euro), was einer Rohertragsmarge von 58,9 % entspricht (Vorjahr: 59,3 %).

Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Akquisition von Concurrent Design sowie weitere Neueinstellungen in Entwicklung, Projektmanagement, Produktion und Verwaltung um 83,1 % auf 5,1 Mio Euro (Vorjahr: 2,8 Mio Euro). Die Personalaufwandsquote beläuft sich entsprechend auf 28,3 % (Vorjahr: 26,5 %). Die Zahl der Mitarbeiter ist in den ersten sechs Monaten um 45 auf 144 gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 758 % auf 1,7 Mio Euro (Vorjahr: 0,2 Mio Euro), was einer EBITDA-Marge von 9,4 % entspricht (Vorjahr: 1,9 %). Nach planmäßig erhöhten Abschreibungen von 1,6 Mio Euro (Vorjahr: 0,9 Mio Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 0,1 Mio Euro (Vorjahr: -0,7 Mio Euro). Unter Berücksichtigung der Umsatzsteigerung erhöhte sich die EBIT-Marge deutlich auf 0,6 % (Vorjahr: -7,1 %).

Trotz eines leicht reduzierten Finanzergebnisses in Höhe von -0,4 Mio Euro (Vorjahr: -0,3 Mio Euro) und Ertragssteuern in Höhe von 0,2 Mio Euro (Vorjahr: 0,4 Mio Euro Ertrag, im Wesentlichen aus der Veränderung latenter Steuern) erreichte der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum somit ein leicht verbessertes Konzernergebnis in Höhe von -0,5 Mio Euro (Vorjahr: -0,6 Mio Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,03 Euro.