Dr. Elmar Degenhart

Dr. Elmar Degenhart: Mit der neuen Fabrik in Hefei will Continental seine Position auf dem Boom-Markt China stärken. - Bild: Continental

Die neue Hightech-Anlage wird eine jährliche Produktionskapazität von vier Millionen Pkw-Reifen haben, die auf dem chinesischen und asiatischen Markt verkauft werden. Die Investition von Continental beläuft sich auf mehr als 185 Millionen Euro. Mit dieser Investition schafft Continental im Jahr 2011 mehr als 200 Arbeitsplätze in Hefei, zusätzlich zu den mehr als 400 bereits bestehenden. Die Belieferung des chinesischen Markts mit den vor Ort hergestellten Reifen von Continental wird innerhalb der kommenden vier Wochen beginnen.

Das geplante Gesamtproduktionsvolumen des Werks in Hefei beläuft sich auf 16 Millionen Reifen, weitere Investitionen für die Erweiterung der bestehenden Produktionskapazität in naher Zukunft sind geplant. Diese Investitionen werden auch weitere Arbeitsplätze schaffen.

Das neue Werk wurde am Mittwoch offiziell vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Elmar Degenhart, Nikolai Setzer, Vorstandsmitglied verantwortlich für die Pkw-Reifen Division, Werksleiter Tobias Kerle und Vertretern der örtlichen Behörden eröffnet. „Das Reifengeschäft von Continental ist insbesondere in den letzten Jahren weltweit in beiden Segmenten, Pkw-Reifen sowie Lkw-Reifen, gewachsen. Die Eröffnung unseres Produktionswerks in Hefei ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg der Förderung des strategischen Wachstums und der weiteren Steigerung unserer Präsenz in China und in ganz Asien“, kommentierte Nikolai Setzer.

Ab 2012 wird fast jedes zweite Auto weltweit in Asien hergestellt werden und ein Großteil des Wachstums im Automobilmarkt in Asien wird aus China kommen. Ein Ziel von Continental ist überproportionales Wachstum in China. Das Unternehmen hat seine Präsenz ausgebaut und verfügt jetzt über 18 Produktionsstätten und 15 Vertriebsbüros mit insgesamt rund 14.000 Mitarbeitern.

Continental expandiert weltweit

Angesichts der guten Geschäftslage bei Reifen steckt Conti große Summen in den Ausbau seiner ausländischen Werke. So hatte der Konzern vor kurzem angekündigt, allein 224 Millionen US-Dollar (rund 158 Millionen Euro) in den Standort Mount Vernon in den USA fließen zu lassen. Neue Werke sind auch in Russland und Brasilien geplant.

In Deutschland dagegen hatte der Konzern seine Reifenproduktion in den vergangenen Jahren aus Kostengründen immer weiter zurückgefahren.

dpa-AFX/Continental/Guido Kruschke