Produktion von E-Motoren bei Schaeffler

Im Rahmen des Projekts AgiloDrive2 will Schaeffler eine flexible und digitalisierte Produktion von E-Motoren vorantreiben. (Bild: Schaeffler)

Bei AgiloDrive2 handelt es sich um ein Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Gesamtvolumen von 33,7 Millionen Euro. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Förderrichtlinie „Digitalisierung der Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie“ gefördert und vom Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH betreut. Zulieferer Schaeffler leitet als Konsortialführer das Projekt und hat die Gesamtverantwortung über die Forschungsaktivitäten. Die Projektpartner, zu denen unter anderem etwa auch Trumpf Lasertechnik, Kuka und Schunk zählen, zielen auf die Entwicklung eines agilen und digitalisierten Produktionssystems mit modularem Produktbaukasten für Elektromotoren. Zudem soll erarbeitet werden, wie sich E-Motoren auf Grundlage datenbasierter Fertigungstechnologien, agiler Prozessketten und intelligenter Steuerungsarchitekturen flexibel, nachhaltig und wirtschaftlich fertigen lassen können.

Schaeffler kann auf seine E-Motoren-Expertise über ein breites Leistungsspektrum hinweg sowie seine Industrialisierungserfahrung auf diesem Gebiet verweisen. Erst im Frühjahr verkündete das Unternehmen einen Großauftrag im Bereich E-Motoren und Hybridmodule. Eine Expansion im Umfeld Elektromobilität meldete der Zulieferer im Sommer in Form des Produktionsstarts von E-Achsen in China. Im September schloss sich die Eröffnung des ersten reinen E-Mobilitätswerks an.

Im neuerlichen Projekt AgiloDrive2 bringe man das langjährige Know-how als Pionier in der E-Mobilität ein und treibe das Projekt mit starken Partnern maßgeblich voran, so Jochen Schröder, Leiter des Unternehmensbereichs E-Mobilität der Schaeffler AG. Schröder weiter: "Digitalisierung und Automatisierung sind Schlüssel für die nachhaltige Fabrik der Zukunft und ermöglichen uns und unseren Kunden Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Erkenntnisse aus AgiloDrive2 sollen nach Projektende in kurzer Zeit in die E-Motoren-Fertigung an den Standort Bühl überführt werden, dem Headquarter der Sparte Automotive Technologies bei Schaeffler. Dort entsteht ein hochmodernes Leitwerk für die Fertigung von E-Motoren. Wie Schaeffler mitteilt, war dem Projekt bereits eine anderthalbjährige Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorangegangen, die durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert wurde.

Je nach Art sind E-Motoren in ihrer Topologie technisch sehr unterschiedlich. Die Entwicklung eines wandlungsfähigen Produktionssystems im Sinne des Produkt-Produktion-Codesigns, mit dem eine enge Zusammenarbeit zwischen Produkt- und Produktionssystementwicklung forciert werde, sei daher ein wichtiges Ziel, heißt es bei Schaeffler. Thomas Pfund, Leiter Geschäftsbereich E-Motoren beim Zulieferer: „Statt starrer Produktionsstraßen setzen wir auf hochflexible digitalisierte und effiziente Technologie-Module. Diese sind einfach skalierbar, lassen sich flexibel konfigurieren sowie verketten und softwarebasiert rüsten.

Standardisierte Maschinenanschlüsse, Hard- und Softwareschnittstellen sowie die Nutzung herstellerübergreifender Kommunikationsstandards sollen eine Beherrschung der steigenden Komplexität ermöglichen und die schnelle Integration von Anlagen im Sinne des „Plug and Produce“-Ansatzes gestatten.

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