Yanfeng: So sieht die Smart Cabin XiM 20 aus

Der XiM 20-Innenraum ist in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt - einen hellen, luftigen Frontbereich und einen eher kokonartigen rückwärtigen Bereich, der mit Lounge-Sitzen und Privatsphäre aufwartet. Bild: Yanfeng

Das Konzeptfahrzeug Experience-in-Motion 2020, nun vorgestellt auf der Innovationsplattform von Startup Autobahn powered by Plug and Play in der ARENA2036 in Stuttgart, spiegelt die Ergebnisse einer intensiven Endverbraucherforschung in Verbindung mit den neuesten Technologien von Yanfeng wider.

Dabei geht es bei weitem nicht nur um die Bereitstellung der physischen Umgebung für die zukünftige Mobilität, sondern insbesondere auch um Systeme für Informationen, Displays, Beleuchtung und Interieur-Ambiente, die alle auf die Bedürfnisse der Passagiere reagieren können und neue Formen der Interaktion ermöglichen.

"Als wir die Entwicklung dieser nächsten Generation des XiM-Konzeptfahrzeugs begannen, wussten wir, dass es wichtig war, die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer innerhalb des Fahrzeugs und außerhalb des Mobilitätskontextes zu bewerten", sagt Tim Shih, Vice President Design and User Experience bei Yanfeng Technology. "Basierend auf den Erkenntnissen unserer Forschung haben wir definiert, welche Faktoren sich auf die Lebensqualität der Verbraucher auswirken und welche Lösungen unvergessliche, eindrucksvolle Erlebnisse schaffen. Der XiM 20 ergänzt fortschrittliche Technologien und Produktinnovationen mit intuitivem Design, sodass den Nutzern autonomer Fahrzeuge von Mitfahrdiensten zukünftig ein Maximum an Flexibilität und Komfort zur Verfügung steht."

Mit dem XiM 20 präsentiert das Unternehmen die Integration von Technologien, welche die Sinne ansprechen, ohne Insassen mit einem Überfluss an Optionen und Funktionen zu erdrücken. Durch die unauffällige Integration der Bildschirme und Navigationssysteme in die Oberflächen des Innenraumkonzepts mit Hilfe von Smart-Surface-Technologien können Insassen wählen, ob sie sich mit den sie umgebenden Innovationen beschäftigen möchten oder nicht.

"Als branchenführendes Unternehmen sind wir in der Lage, ganzheitliche Lösungen für den gesamten Fahrzeuginnenraum anzubieten. Zu Beginn der Entwicklung dieser Generation des XiM haben wir uns gefragt, ob wir tatsächlich einen Mehrwert bieten, wenn wir alle verfügbaren Produkte und Technologien in den Innenraum integrieren. Unsere Forschungsergebnisse zeigten, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen mussten wir verstehen und lernen, welche Lösungen im automobilen Innenraum als ansprechend und positiv überraschend wahrgenommen werden, ohne zu komplex zu sein. Hier liegen unsere Chancen und Möglichkeiten für die Mobilität der Zukunft", ergänzt Han Hendriks, Chief Technology Officer bei Yanfeng Technology.

Der XiM 20-Innenraum ist in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt - einen hellen, luftigen Frontbereich und einen eher kokonartigen rückwärtigen Bereich, der mit Lounge-Sitzen und Privatsphäre aufwartet. Die Bedienelemente für den Innenraum sind über ein SIS-Panel (Smart Interior Surface) vorne im Fahrzeug oder über eine Smartphone-App verfügbar.

Der vordere Bereich ist ein Aussichtsplatz, der mit komfortablen, funktionalen Sitzen ausgestattet ist und eine uneingeschränkte 180-Grad-Sicht durch die gekrümmte Windschutzscheibe ermöglicht. Zur Ausstattung dieser Zone gehören:

• SIS-Tisch (Smart Interior Surface) - diese Bedienoberfläche auf der Tischoberfläche aus Naturholz ist leicht erreichbar und dient Insassen dazu, die Fahrt einzuleiten und Funktionen wie Temperatur, Akustik, UV-Oberflächendesinfektion und Navigationssysteme zu steuern. Wird das SIS-System nicht verwendet, ist weiterhin die Naturholzoberfläche sichtbar.

• UV-Oberflächendesinfektion - UV-Frequenzlicht schwenkt über den Innenraum im XiM 20, um häufig kontaktierte Oberflächen bei wechselnden Insassen zwischen den Fahrten zu desinfizieren.

• Staufächer mit Erinnerungsfunktion erkennen vergessene persönliche Gegenstände und alarmieren die Fahrgäste mit einer Serie von Benachrichtigungen, die sie direkt zu den betreffenden Gegenständen leiten.

• Noveto Smart Audio - eine von den Partnern YFAI und Noveto Systems Ltd. entwickelte Innovation, die mit Hilfe von Sensoren, Wandlern und Software die Position des Insassen lokalisiert und verfolgt, um einen qualitativ hochwertigen, individuellen Klang für jeden Fahrgast ohne den Einsatz von Kopfhörern zu liefern, ohne andere zu stören. Im Gegensatz zur traditionellen Richtton-Technologie ist die "Smart Audio"-Technologie von Noveto auch auf engstem Raum einsetzbar.

• Sichtbare Naturfasern werten das Innenraumerlebnis durch eine umweltfreundliche, leichte Konstruktion und ein attraktives Finish aus nachhaltigen Materialien auf.

Im Vergleich dazu bietet der hintere Bereich eine abgeschirmte Komfortzone, in die sich Fahrgäste aus dem Trubel des Alltags zurückziehen können. Der Raum bildet die gemütliche Atmosphäre einer Kabine nach und ist mit einer weichen Stoffumrandung und integrierten Technologien ausgestattet, die die Stimmung und die Vorlieben der Fahrgäste widerspiegeln.

Auch diese Zone verfügt über eine umfangreiche Ausstattung:

• Active Space als Kombination aus Sensorik für den automobilen Innenraum und integrierter Anzeigetechnologie, die zusammen mit IEE entwickelt wurde. Sie ermöglicht eine Interaktion zwischen den Insassen und ihrer Umgebung und bietet Unterhaltung, Kommunikation und Ambiente.

• Bulletin-Board-System - eine Anzeigetafel in Augenhöhe, deren nahtlos integriertes Display, Fahrtinformationen, Navigationsaktualisierungen und Benachrichtigungen der Fahrgäste beim Erreichen des Ziels bereithält. 

• Schmale Belüftungsdüsen reduzieren den Raumbedarf für die Lüftung auf einen Bruchteil der normalerweise erforderlichen Fläche, ohne den Luftstrom oder die Heiz- Kühlwirkung zu beeinträchtigen.

• Eine dynamische Umgebungsbeleuchtung ahmt ein durch die natürliche Umgebung reflektiertes und gebrochenes Lichtspiel nach.

• Ein berührungsfreier Handflächen-Scanner auf der Außenseite des Fahrzeugs überprüft, ob eine Person die jeweilige Fahrt tatsächlich bestellt hat. Dazu bewegt der Fahrgast seine Hand über den Scanner, um sich zu identifizieren und das Fahrzeug zu öffnen.