• Renault Espace 2015 Bild: Renault

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  • Renault Espace Generationen IV und V Bild: Renault

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  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

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  • Renault Espace Generation I von 1985 Bild: Renault

    Renault Espace Generation I von 1985 Bild: Renault

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  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

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  • Renault Espace Digitales Kombiinstrument Bild: Renault

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  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

    Renault Espace 2015 Bild: Renault

  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

    Renault Espace 2015 Bild: Renault

  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

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  • Die Fahrmodi des Renault Espace lassen sich auch per Knopfdruck wechseln Bild: Renault

    Die Fahrmodi des Renault Espace lassen sich auch per Knopfdruck wechseln Bild: Renault

  • Die Fahrmodi des Renault Espace lassen sich auch per Knopfdruck wechseln Bild: Renault

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  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

    Renault Espace 2015 Bild: Renault

  • Die Funktionen im Renault Espace lassen sich über ein großes Display einstellen Bild: Renault

    Die Funktionen im Renault Espace lassen sich über ein großes Display einstellen Bild: Renault

  • Das Headup-Display im neuen Renault Espace Bild: Renault

    Das Headup-Display im neuen Renault Espace Bild: Renault

  • Das Kombiinstrument im Renault Espace ist komlett digital Bild: Renault

    Das Kombiinstrument im Renault Espace ist komlett digital Bild: Renault

  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

    Renault Espace 2015 Bild: Renault

  • Renault Espace 2015 Bild: Renault

    Renault Espace 2015 Bild: Renault

  • Viel Platz im Fond des Renault Espace Bild: Renault

    Viel Platz im Fond des Renault Espace Bild: Renault

  • Die futuristische Mittelkonsole im Renault Espace Bild: Renault

    Die futuristische Mittelkonsole im Renault Espace Bild: Renault

Der Espace fristete zuletzt eher ein Schattendasein im Renault-Portfolio: Vans sind aus der Mode gekommen. Jetzt hat Renault dem Espace einen Imagewandel verpasst – zum üppigen Crossover mit SUV-Appeal.

Der Espace gehört zu den Modellen, die Renault in den vergangenen Jahren ziemlich stiefmütterlich behandelt hat. Das letzte, eher unmotiviert wirkende Facelift stammt aus dem Sommer 2012, die vierte Generation des 1984 gestarteten Vans reicht gar bis 2003 zurück. Jetzt hat Renault den Espace in der fünften Generation gründlich überarbeitet. Von “Van” ist dabei keine Rede mehr – denn im Automarkt spielen die einst als Familienkutschen heiß gefragten Raumkreuzer kaum noch eine Rolle. Weitgehend verdrängt wurden sie von den SUV, deren Zulassungszahlen geradezu explodieren. Entsprechend müht sich Renault, den Espace marktkonform umzuwidmen – der neue Espace läuft unter dem Lifestyle-Label “Crossover”. Er “vereint SUV, Van und Limousine” versucht Renault schon sprachlich den Spagat.

Sitze mit Lounge-Charakter

Entsprechend hat sich der Espace schon allein optisch gründlich geändert. Die kastenförmige Van-Architektur mit der schräg ansteigenden Front ist der bulligeren Optik eines großen SUV gewichen, mit deutlich abgesetzter Motorhaube, auf 160 mm erhöhter Bodenfreiheit und leicht coupéhaftem Dach. Mit 4,86 Meter ist er zwar in der Länge deutlich gewachsen, bietet aber dank geringerer Höhe deutlich weniger umbauten Raum. Und anders als die Vorgänger gibt es den neuen Espace nur noch in einer Karosserieform.

Bei einem Radstand von 2.884 mm bietet der Innenraum immer noch reichlich Platz – für zwei Sitzreihen sowieso, aber auch auf den zwei zusätzlichen Sitzen in der dritten Reihe lässt es sich für Kinder halbwegs aushalten. Der Abstand von 308 mm zwischen der Rückseite der ersten und dem Beginn der zweiten Reihe bietet selbst großen Passagieren reichlich Kniefreiheit. Im Fünfsitzer reicht der Laderaum für 680 Liter Gepäck, klappt man die Rücksitze um, stehen 2.101 Liter zur Verfügung. Im allerersten Espace von 1984 war das noch deutlich mehr: 850 bis 3000 Liter. Das Umklappen der Sitze ist im neuen Espace denkbar einfach: Über ein Tastenfeld innen neben der Heckklappe lässt sich jeder Sitz einzeln per Knopfdruck umlegen, wahlweise geht das auch über das zentrale Display. Die Zuladung passt mit knapp 740 Kilogramm zum üppigen Raumangebot.

Bequemer Gleiter für lange Touren

Die Sitze selbst sind bequem und haben fast schon Lounge-Charakter. Was ihnen fehlt, das ist ein bisschen mehr Seitenhalt und etwas mehr Sitzauflage – eine ausziehbare Verlängerung gibt es immerhin gegen Aufpreis. Das Ambiente im Innenraum ist auf Wohlfühlen getrimmt und fast schon luxuriös. Die Materialien wirken ebenso hochwertig wie die Verarbeitung. Die bei den Automatikversionen teilweise frei schwebende Mittelkonsole ist ein Designstück für sich. Im Armaturenbrett endet sie in einer hochformatig ausgerichteten, iPad-großen Touchscreen, die als universale Befehlszentrale dient – ein Hauch von Tesla. Kaum etwas, was von dort nicht per Fingerwisch gesteuert werden kann: Vom Navi über die Soundanlage bis zur Neigung des Headup-Displays oder die Massagefunktion der Sitze und den Fahrmodus – dort läuft alles zusammen. Das hat den Vorteil, dass nahezu alles zentral konfigurierbar ist. Und den Nachteil, dass es erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig ist, einiges an Lernaufwand erfordert und gelegentlich etwas umständlich ist und wenig intuitiv.

Um so einfacher und eleganter funktioniert das Doppelkupplungsgetriebe, beim Diesel mit sechs, beim Benziner mit sieben fein abgestimmten und kaum merkbar schaltenden Stufen. Den eleganten Hebel nach unten schieben: Vorwärts. Nach oben: Rückwärts. P-Taste drücken: Parken. So soll es sein. Über ein kleines Auswahlfeld unterhalb des Schalthebels lassen sich noch einmal Fahrzeug-Grundeinstellungen per Knopfdruck anwählen: “Neutral” für die Werkseinstellung, “Comfort”, “Sport”, “Eco” und “Perso”. Einstellbar ist nicht nur das reine Fahrverhalten: “Sport” sorgt für ein schnelleres Ansprechverhalten des Gaspedals, straffere Federung, direktere Lenkung, höhere Drehzahlen beim Ausfahren der Gangstufen oder einen kernigeren (elektronisch generierten) Sound im Benziner, “Comfort” dagegen für eine eher weiche Federung, eine weniger direkte Lenkung oder entspanntere Gangwechsel – ein bequemer Gleiter für lange Touren. Definiert werden können über die Fahreinstellungen auch Faktoren wie die Farbe der Ambiente-Beleuchtung und der Armaturen (Rot bei “Sport”, grün bei “Eco”), die Leistung der Klimaautomatik oder die Massagefunktion der Sitze.

Dynamische Allradlenkung

Zwei Motoren mit drei Leistungsstufen bietet Renault für den Espace: Den 1,6-Liter-Diesel gibt es mit 96/130 PS und mit 118/160 PS, den Benziner mit 147 kW/200 PS. Serienmäßig mit Automatik sind allerdings nur die beiden stärkeren Espace unterwegs. Die bessere Wahl? Der 160-PS-Diesel. Der bringt zwar 40 PS weniger an die Vorderräder – liefert subjektiv mit seinem maximalen Drehmoment von 380 Nm aber den ausgewogeneren Fahrspaß. Und das aus niedrigerer Drehzahl heraus als der Benziner mit 260 Nm. Der Unterschied bei den realen Fahrwerten (Diesel von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden und 202 km/h Spitze, Benziner 8,6 Sekunden und 211 km/h Höchstgeschwindigkeit) ist im Alltag kaum er”fahrbar”. Der DIN-Verbrauch ist jeweils moderat: Der Diesel braucht auf 100 Kilometer offiziell 4,7 Liter, der Benziner 6,2 Liter – immerhin wollen rund 1,7 Tonnen Auto bewegt werden. Beide Motoren arbeiten kultiviert und leise und halten sich so akustisch eher im Hintergrund – die Bose-Soundanlage mit zwölf im Innenraum verteilten Lautsprechern ist also keineswegs herausgeschmissenes Geld.

Ideal geeignet ist der neue Espace als Reise-Gleiter. Komfortabel, schnell, aufrüstbar mit Assistenzsystemen wie zum Beispiel einem adaptiven Tempomaten, der auf der Autobahn den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug automatisch einhält, mit Verkehrszeichenerkennung, Park- oder Fernlichtassistent, dazu trotz der Größe einfach und agil zu fahren dank einer dynamischen Allradlenkung und dem adaptiven Fahrwerk – mit den bisherigen Pampers-Bombern hat der neue Espace nicht mehr viel zu tun.

Dafür ist der Preis weitgehend auf gleichem Niveau geblieben: Der Espace dCi 160 EDC mit dem 160 PS starken Diesel ist ab 40.150 Euro zu haben – der in etwa gleichstarke Van-Vorgänger stand zuletzt mit 41.340 Euro in der Liste.