Mit einem Yeti durch Transsilvanien – das ist doch mal was. Hier in den Bergen konnte der Skoda-Allradler beweisen, ob er seinem Ruf als Kraxler über Stock und Stein gerecht wird.

Die Märchen- und Sagenwelt beginnt schon lange, bevor es wirklich in die schroffe Natur der Karpaten und Transsylvaniens geht. Entlang der Donau, dem ersten Abschnitt der Skoda-Tour, ist in den Kleinstädten und Dörfern ein wahrer Bauboom zu besichtigen. Die Architektur der Eigenheime ist dabei auffallend oft – und wohlwollend ausgedrückt – gewagt krass und würde in kommunalen deutschen Planungsbehörden kollektiv für Schnappatmung sorgen. Entlang der Durchfahrtsstraßen leuchten in Bonbon-Rosa, grellstem Lila und Himmelblau Bauwerke heraus, die wüst zusammengemixt scheinen zwischen Ritterburg, griechischem Tempel, Prinzessin Lilifee, japanischem Teehaus und Zuckerbäcker. Dazwischen eine nachempfundene Burg aus unverputztem Bimsstein und ein Mini-Neuschwanstein.

Durchweg über Feld- und Waldwege

Immerhin wiegt die atemberaubend schöne Landschaft mit ihren zahlreichen Aus- und Durchblicken auf das breite Band der Donau den in Beton und Gips gegossenen Horror wieder auf. Von Belgrad nach Baile Herculane führt die erste Etappe des Skoda Euro Trek durch Serbien und Rumänien. Die gut zwei Dutzend Yeti haben noch nicht allzu viel zu leiden: Gut ein Drittel der 293 Kilometer langen Tagesdistanz sind Autobahn, der Rest meist malerische Landstraßen. Man lässt es für die Fahrer aus Österreich, der Schweiz und Deutschland geruhsam angehen. Es geht vorbei am “Eisernen Tor”, einem Durchbruchstal der Donau und der Festung Golubac.

Ziel der Etappe ist Baile Herculane, ein alter Kurort im Banater Bergland am Fluss Cerna, der auch heute noch ein touristisches Zentrum ist. 16 Thermalquellen habern den Ruf von Baile Herculane als Kurort begründet. Viele der alten Prunkbauten lassen noch den einstigen Glanz von “Herkulesbad” erahnen. Die zahlreichen Baugerüste zeigen, dass man den Kampf gegen den Verfall noch keineswegs aufgegeben hat. Die Yeti schlängeln sich im Convoi durch die engen Straßen, von denen viele aufgerissen sind – die Kurstadt ist eine einzige Baustelle.

Fledermaus-Erzählungen machen die Runde

Von Baile Herculane geht es am nächsten Morgen in die Karpaten. Über zwölf Stunden Fahrt liegen vor den Yeti, die 207 Kilometer Strecke führen bis auf über 1.500 Höhenmeter hinauf, fast durchweg über Feld- und Waldwege, Schotterpisten und steile Wiesen.

Fast der gesamte südliche Teil des 1.300 Kilometer langen und bis zu 350 Kilometer breiten Gebirgszuges liegt in Rumänien. Auch der Moldoveanu findet sich hier, mit 2.544 Metern höchster Berg Rumäniens. Die Yeti kraxeln tapfer durch das hügelige Hochland. Der Allradantrieb sorgt dafür, dass weder Schlammlöcher noch tief eingegrabene Spurrillen ein Problem werden. Was eher Sorgen macht, sind diverse Steinbrocken auf den Wegen – bei gerade mal 18 Zentimetern Bodenhöhe drohen dann aufgeschlitzte Ölwannen und demolierte Aufhängungen. Also wird die Schleichfahrt durchs Gelände auch immer wieder zum Slalom um bedrohlich wirkendes Geröll. Ansonsten wühlen sich die Yeti tapfer durch – völlig verdreckt zwar am Abend, aber ohne jeden Respekt vor Wasserfurten, ausgewaschenen Hohlwegen und Anstiegen bis 34 Prozent. Hart erarbeiteter Dreck ist es, was einen SUV zum Offroader adelt.

Ein paar zerkratzte Bleche

Am Abend ist der Trek mitten drin in Siebenbürgen, unter Freunden des klassischen Horrors eher bekannt als Transsylvanien. Hier spielt ein Teil von Bram Stokers Roman über den blutsaugenden Grafen. Vollmond ist, der Himmel sternenklar – wie geschaffen für die fliegenden kleinen Beißerchen. Fledermaus-Erzählungen machen abends auf der Hotel-Terrasse die Runde. Ein Kollege zeigt auf dem Handy das Foto von zwei Plüsch-Fledermäusen, das ihm Bekannte gemailt hatten. Es sind die einzigen Fledermäuse, die in dieser Nacht zu sehen sind. Schon der eher zurückhaltende Gebrauch von Knoblauch im Essen und das gänzliche Fehlen von Kruzifixen hätten klar machen müssen: Die Vampire aus Transsilvanien sind längst nach Hollywood und in die britischen Hammer-Filmstudios ausgewandert. Der Yeti bleibt das einzig sichtbare Fabelwesen weit und breit. Die einzigen, die hier Blut saugen, sind diverse lästige Insekten.

Am Abend ist der Trek mitten drin in Siebenbürgen, unter Freunden des klassischen Horrors eher bekannt als Transsylvanien. Hier spielt ein Teil von Bram Stokers Roman über den blutsaugenden Grafen. Vollmond ist, der Himmel sternenklar – wie geschaffen für die fliegenden kleinen Beißerchen. Fledermaus-Erzählungen machen abends auf der Hotel-Terrasse die Runde. Ein Kollege zeigt auf dem Handy das Foto von zwei Plüsch-Fledermäusen, das ihm Bekannte gemailt hatten. Es sind die einzigen Fledermäuse, die in dieser Nacht zu sehen sind. Schon der eher zurückhaltende Gebrauch von Knoblauch im Essen und das gänzliche Fehlen von Kruzifixen hätten klar machen müssen: Die Vampire aus Transsilvanien sind längst nach Hollywood und in die britischen Hammer-Filmstudios ausgewandert. Der Yeti bleibt das einzig sichtbare Fabelwesen weit und breit. Die einzigen, die hier Blut saugen, sind diverse lästige Insekten.

Fazit nach knapp 650 Kilometer Fahrt, überwiegend offroad: Dracula ist ausgeflogen und Skodas Yeti ein zäher kleiner Bursche. Nicht ein kaputter Reifen, keine aufgerissene Ölwanne, nur ein paar Frontscheiben mit Steinschlag und einige zerkratzte Unterboden-Bleche – nicht schlecht für 18 Zentimeter Bodenhöhe.