Opel Grandland Eisenach

Die Opel-Entscheidung, die Hybrid-Varianten des Gandland X vorübergehend im französischen Sochaux zu produzieren, sorgt in Eisenach für Verunsicherung. Bild: Opel

| von Roswitha Maier

Die Entscheidung sorge in Eisenach für Unsicherheit und habe Wellen geschlagen, erklärte Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Sie appellierte nach Angaben der Stadtverwaltung an Opel, keine Entscheidungen zu treffen, die das Vertrauen in das Unternehmen beschädigten.

Nach Opel-Angaben sind die Vorbereitungen auf die zweite Schicht in Eisenach der Grund für die vorübergehende Produktionsverlagerung. Prozesse und Fertigungsvolumen würden optimiert. Spätestens Anfang kommenden Jahres würden auch die elektrifizierten Versionen des Kompakt-SUVs wieder in Eisenach vom Band rollen, erklärte der Unternehmenssprecher.

Opel hatte in den vergangenen Wochen mehrfach bekräftigt, dass die zweite Schicht in diesem Herbst in dem Thüringer Werk eingeführt werden solle. Dort werden rund 1.400 Arbeitnehmer beschäftigt. Das Werk, dessen Auslastung in der Vergangenheit stark schwankte, war von Kleinwagen auf den Grandland zunächst mit klassischen Antrieben umgestellt worden. Dann folgte auch eine Hybrid-Variante.

Opel teilte zudem mit, dass Kurzarbeit als Reaktion auf die Corona-Krise voraussichtlich bis Ende 2021 verlängert wird - vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur. Darauf einigten sich Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat in einem Eckpunktepapier. Das Thüringer Werk soll davon zunächst nicht betroffen sein, hieß es in Eisenach.

Neben der Möglichkeit von Kurzarbeit will der Autobauer unter anderem sein Programm zur Altersteilzeit auch für Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen, hieß es. Für sogenannte Fokusbereiche prüfe Opel das Angebot von Transfergesellschaften. Konkret wurde der Standort Rüsselsheim genannt, etwa mit Teilelager und Design. Hier sei für die Jahrgänge 1961 bis 1964 auch ein "spezielles Programm" geplant. Details nannte Opel nicht.

Opel hatte zuletzt Entlassungen für den Fall ins Spiel gebracht, dass sich bei einem vereinbarten Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau bis Ende 2021 nicht die angestrebten 2.100 Teilnehmer finden lassen. Bislang haben sich demnach nur etwa 500 Beschäftigte für ein Ausscheiden entschieden. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte aber auch betont, er sei zuversichtlich, mit dem Betriebsrat gute Lösungen zu finden.

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