Porsche-CFO Lutz Meschke

Porsche möchte in den kommenden Jahren massiv in E-Mobilität und Digitalisierung investieren. Bild: Porsche

| von Hilmar Dunker

Porsche verstärkt die Zukunftsinvestitionen. Wie das Unternehmen auf der Jahrespressekonferenz verkündete, will der Autobauer bis 2024 rund zehn Milliarden Euro in Digitalisierung und E-Mobilität investieren. „Das entspricht der Hälfte unserer geplanten Gesamtinvestitionen für die nächsten fünf Jahre“, sagt Lutz Meschke, Finanzvorstand bei Porsche, auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz.

Porsche will die Investitionen wie folgt verteilen: 60 Prozent fließen in die Hybridisierung und Elektrifizierung der Fahrzeuge, drei Milliarden Euro werden für Sachinvestitionen im Kontext der E-Mobilität ausgegeben und eine Milliarde Euro entfallen auf Digitalisierungsthemen. Hinzu kommen pro Jahr 900 Millionen Euro für Digitalisierung von Prozessen und Kundenbeziehungen.

„Das ist ein finanzieller Kraftakt, den wir da zu stemmen haben“, so Meschke. Porsche sieht diesen Weg aber als Notwendigkeit an, um langfristig weitere Ertragsquellen zu heben.

Meschke mahnt aber auch in Richtung Politik. „Was wir aber ebenfalls brauchen – und mir „wir“ meine ich nicht nur Porsche allein, sondern die Automobilbranche insgesamt als deutsche Schüsselindustrie: Wir benötigen Rahmenbedingungen, die es uns erlauben, unserer Geschäfte erfolgreich weiterzuentwickeln.“ Als Beispiel nennt der Finanzvorstand das 5G-Netz. „Deutschland hinkt leider immer noch weit hinterher“, so Meschke. Die Welt redet von der Digitalisierung, aber Deutschland hält nicht mit. Meschke: „Doch ohne leistungsfähige digitale Infrastruktur lässt sich das nicht erreichen.“