Nissan-Renault_Wirtschaftszahlen

Gestärkt hat die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi auch seine Position als führender Elektroautoanbieter in Europa. Nach dem ersten Halbjahr ist der neue Nissan Leaf hier die Nummer 1. Bild:

| von Frank Volk

Die Zahlen, die das von Carlos Ghosn geschmiedete Dreierbündnis jetzt für das erste Halbjahr vorgelegt hat, sind durchaus beeindruckend: alle drei Marken zusammen kommen nach dem ersten Halbjahr auf 5,54 Millionen verkaufte Autos, 5,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr vergangenen Jahres. Gut läuft es vor allem bei der Renault Gruppe mit der französischen Kernmarke und Dacia. Die Franzosen steigerten den Absatz um 9,8 Prozent auf 2,07 Millionen Einheiten - ein neues Rekordresultat.

Nissan setzte im ersten Halbjahr 2,8 Millionen Einheiten ab. Gut lief es dabei in China mit einem Plus von 10,8 Prozent. Allerdings: in Europa gibt es derzeit Probleme. Der Vertrieb befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess, in den USA drückten gestiegene Zölle für Stahl und Aluminium aufs Ergebnis.

Hinter den zwei Marken-Dickschiffen in der Allianz ist Mitsubishi so etwas wie der Juniorpartner. Die Marke war nach erheblichen wirtschaftlichen Problemen im Oktober 2016 unter das Dach der Allianz gekommen und befindet sich noch in der Restrukturierungsphase. Im ersten Halbjahr setzte Mitsubishi weltweit 616.648 Einheiten ab.

Starke Position bei Elektromobilität

Weiterhin stark unterwegs ist die Allianz im Bereich Elektromobilität. Renault erreichte in Europa im ersten Halbjahr einen Marktanteil von 21,9 Prozent bei den rein elektrischen Fahrzeugen. Nissan stellt mit dem neuen Leaf den E-Absatz-König in Europa. Mitsubishi Motors wiederum zeichnet seine starke Position im Segment der Hybrid-SUVs aus.

Carlos Ghosn sieht sich angesichts der positiven Entwicklung auf dem richtigen Weg, 2022 das ganz große Ziel zu erreichen: dann will die Allianz auf die enorme Summe von 14 Millionen verkaufte Fahrzeuge weltweit kommen. Das wären rund 30 Prozent mehr als die drei Autobauer 2017 gemeinsam abgesetzt haben. Bis 2022 will man auch verstärkt gemeinsame Plattformen, Antriebsstränge und Technologien auf Allianzebene einsetzen. Dadurch will man jährluczh Milliarden einsparen. Im Aufbau befindet sich derzeit eine Elektroplattform, die für die Fahrzeuge aller Marken genutzt werden sollen.