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Weitreichende Kooperation zur Entwicklung und zum Bau von Elektroautos geschlossen: Aston-Martin CEO Andy Palmer (li.), Ding Lei (LeEco). Bild: Aston Martin

Die Briten arbeiten bereits seit einiger Zeit mit dem chinesischen Technologiekonzern zusammen. Mit dem heute, Mittwoch, 17. Februar, in Frankfurt unterzeichneten Memorandum of Understanding(MoU)werde die Kooperation erheblich ausgeweitet, so Aston Martin in einer Mitteilung. Konkret geht es um die Entwicklung und Produktion elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Erstling soll der rein elektrischen RadpidE werden. Die Briten hatten den 800 PS-starken E-Sportler bereits im vergangenen Jahr angekündigt.

Interessanter als das Auto selbst ist, dass die finanziell klammen Briten über das Joint-Venture mit LeEco auch in eine Partnerschaft mit Faraday Future kommen könnten, denn: LeEco-Gründer Jia Yuentin ist der größte Investor des E-Auto-Start-ups.

 Der selbsterklärte Tesla-Rivale war im vergangenen Jahr erstmals in der Autoszene aufgetaucht und sorgt seither vor allem in den USA für große Schlagzeilen. Bei der CES enthüllte der junge Hersteller sein erste Concept-Car in Gestalt des spektakulären FF Future Zero. Gleichzeit kündigte das Start-up ein Milliardeninvestment in ein Autowerk in Nevada an. Die Planungsphase ist bereits abgeschlossen. Aufgebaut werden soll im Werk eine extrem flexibel ausgelegte Produktionsarchitektur.

Die Tinte unter dem Papier des MoU zwischen Aston Martin und LeEco war noch nicht trocken, da wurde bereits darüber spekuliert, dass der RapidE bei Faraday gebaut werden könnte. Aston Martin will seinen Stromer laut CEO Andy Palmer bereits im Laufe des Jahres 2018 an den Markt bringen – just zum Zeitpunkt, wenn Faraday die Produktion in Nevada starten möchte.