Weil im Zusammenhang mit Keyless Go nicht auf die Gefahren einer fehlenden automatischen

Weil im Zusammenhang mit Keyless Go nicht auf die Gefahren einer fehlenden automatischen Motorabschaltung hingewiesen wurde, wurde jetzt in den USA Sammelklage gegen 10 Autobauer eingereicht, unter ihnen auch Daimler. Bild: Daimler

Es ist eine der Sammelklagen, wie sie in den USA berüchtigt sind. Gegen die Autobauer wurde jetzt bei einem Bundesgericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil die Hersteller nicht ausreichend gegen mögliche Gefahren eines automatischen Startsystems in neueren Fahrzeugen, die ohne traditionelle Schlüssel auskommen, gewarnt hätten. Dabei wirkt der Fall zumindest nach europäischer Auffassung reichlich konstruiert. Es geht um den Zusammenhang zwischen “Keyless Go” und Kohlenmonoxid-Emissionen nach dem Verlassen des Autos. Weil den Fahrzeugen ohne traditionellen Schlüssel eine automatische Motorabschaltung fehle, seien Fahrer und Insassen, etwa nach dem Aussteigen bei noch laufendem Motor, dem giftigen Kohlenmonoxid ausgesetzt. Die Autobauer hätten das automatische Startsystem als sicher dargestellt, obwohl sie die Risiken gekannt hätten. Durch das Problem soll es zu einigen Todesfällen gekommen sein, weil Autos ohne Wissen des Fahrers in der Garage stundenlang weiterliefen und giftiges Kohlenmonoxid austrat.

“Wir wollen die Autohersteller mit dieser Klage dazu zwingen, diesen Defekt zu beheben”, sagte die Anwältin Martis Alex in einer Mitteilung. Es gäbe Vorrichtungen, die den Motor nach einer kurzen Zeit ohne Zutun des Fahrers automatisch abschalten. Auf der Liste der Beklagten stehen alle Autokonzerne von Rang und Namen, so Toyota, Ford, Nissan, Honda, General Motors, Hyundai, Kia sowie die deutschen Hersteller.

Von den deutschen OEM gibt es noch keine Statements zu der Sammelklage. Eine Daimler-Sprecherin sagte am Donnerstag (27. August9 gegenüber dpa, dass die Klage noch nicht zugestellt sei.

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fv