Ferdinand Dudenhöffer breit

Blickt kritisch auf die weitere Entwicklung in China: Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Bild: Archiv

“All jene, die in China besonders stark sind, werden im Jahr 2016 Einbußen in den Gewinnen hinnehmen müssen”, so der Branchenexperte in einer am Dienstag vorgelegten Analyse. Es sei zu befürchten, dass ein Minus in China auch den weltweiten Absatz drücken werde. Auch sei angesichts der zuletzt festzustellenden Abwärtsdynamik nicht mehr auszuschließen, dass der Markt in diesem Jahr schrumpfen werde.

“In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden in China 10,66 Millionen Pkw verkauft. Das ist noch ein Plus von 5,3 Prozent”, sagte Dudenhöffer. Sollte das Minus in den kommenden Monaten überschaubar bleiben, könne in diesem Jahr noch ein minimales Plus stehen. Spätestens für 2016 müssten sich die Autobauer auf ein schwieriges Jahr einstellen. Neben der Konjunkturabkühlung in dem seit Jahren boomenden Land sei der Einbruch an den Börsen für die Entwicklung verantwortlich. China ist für die Autoindustrie ein enorm wichtiger Markt. In den vergangenen 15 Jahren ging es ausschließlich nach oben. Im Jahr 2014 hatte China mit 18,4 Millionen verkauften Pkw einen Weltmarktanteil von 24,8 Prozent. Jeder vierte Pkw weltweit wurde in China verkauft. Damit ist der weltweite Automarkt von China abhängig – und die deutschen Autobauer ganz besonders. So haben die BMW-Group, Mercedes-Benz und der VW-Konzern im ersten Halbjahr 2015 knapp 2,15 Millionen ihrer Fahrzeuge auf dem größten Markt der Welt verkauft. Das entspreche 31,6 Prozent aller weltweit verkauften Fahrzeuge dieser Herstellergruppe.

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dpa/fv