Toyota Produktion des Auris 2013

Als global aufgestellter OEM produziert Toyota längst dort, wo die Autos auch verkauft werden (im Bild die Auris-Fertigung). Der Produktionsstandort Japan hat schlechte Karten. Archivbild: Toyota

Die Hauptgründe für die schwache Entwicklung sieht IHS Automotive im weiterhin anhaltenden Trend bei japanischen Herstellern, Produktion in die Absatzmärkte zu verlagern, in denen die Autos verkauft werden. Als erwartete Produktionsbremse entpuppt sich zudem die hohe Steuer, die seit April auf die in Japan beliebten Mini-Cars erhoben wird. Untermauert wird die These durch den Umstand, dass parallel zum Produktionsrückgang die Zahl der Exporte sogar leicht um 0,4 Prozent gestiegen ist. Das wiederum liegt am schwachen Yen.

Dennoch: die Verfassung des wichtigen Produktionslandes Japan ist kritisch. Trotz eines schwachen Yen, der die Inlandsfertigung beflügeln sollte, meldete die Japan Automobile Manufacturers Association (JAMA) im Juli den 13. Monat in Folge mit schwächeren Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ein Ende des Negativtrends ist laut IHS Automotive nicht in Sicht. So werde Subaru, ein Hersteller, der bislang ganz stark auf Japan setzt und im Juli-Ranking mit 67.300 gebauten Autos auf Platz 4 hinter Toyota (297.492 Einheiten), Mazda (91.146 Einheiten) und Nissan (82.668 Einheiten) lag, im kommenden Jahr die Fertigung der für Nordamerika vorgesehenen Impreza-Modelle in die Staaten verlegen.

Für das Gesamtjahr erwartet IHS ein Produktionsvolumen von 8,69 Millionen Einheiten. Das entspricht einem Minus von 5,7 Prozent.

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fv