VW Jetta USA-Version

Auch der Jetta gehört zu den Modellen, bei denen VW Emissionswerte manipuliert haben soll.- Bild: Volkswagen

Der Vorwurf ist happig, die Folgen könnten gravierend sein. Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA wirft dem deutschen Autokonzern vor, in Fahrzeugen der Modelle Jetta, Golf, Passat, Käfer sowie beim Audi A3 mit 2-Liter-TDI eine Software eingesetzt zu haben, die erkennt, wenn das Auto auf seine Emissionen getestet wird. Die Software habe dann dafür gesorgt, dass die Emissionswerte so weit gedrückt worden seien, dass sie den Vorschriften genügt hätten. Im Normalbetrieb sei der Schadstoffausstoß dieser Autos 10 bis 40 Mal so hoch, so der Vorwurf seitens der EPA.

Damit verstoßen die Autos gegen die Zulassungsvorschriften, so die Behörde in einer Pressemitteilung. Rund 482.000 Autos müssen wohl in die Werkstatt.

Die Ermittlungen gegen VW in der Sache laufen bereits seit Mai 2014. Das Unternehmen habe nicht überzeugend erklären, wie es zu den Diskrepanzen zwischen Testbetrieb und Alltagsbetrieb kam. Als die Behörden Volkswagen schließlich damit drohten, den Autos des Baujahrs 2016 wegen dieser Unklarheiten die Zulassung zu verweigern, hat VW eingestanden, die Software eingesetzt zu haben, so das ARD-Studio USA.

Für den Autobauer ist das aus mehrerlei kritisch. So kämpft VW in den USA mit schleppenden Absatzzahlen, nun droht ein erheblicher Imageschaden und eine Milliardenstrafe. Und vor allem: im Bemühen, den in den USA kritisch beäugten Diesel im Pkw-Bereich salonfähig zu machen, droht ein schwerer Rückschlag.

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fv