Rolls-Royce Motor Cars BMW Krüger

Für BMW ist der im Oktober erwartete Brexit zudem eine besondere Herausforderung, weil der Konzern den Mini und den Rolls-Royce (im Bild) in Großbritannien baut. Bild: Rolls-Royce

| von Tino Böhler

BMW legt am Donnerstag (1. August 2019) seine Halbjahresbilanz vor - und für Harald Krüger ist das sein letzter öffentlicher Auftritt als Vorstandschef. Der 53-Jährige hört Mitte August nach gut vier Jahren an der Spitze des Münchner Autoherstellers auf. Dann übernimmt der bisherige Produktionsvorstand Oliver Zipse die Führung bei BMW.

Wie alle Autobauer ist auch BMW von mehreren Seiten zugleich unter Druck: Wegen der politischen Vorgaben in Europa und China müssen sie rasch mehr Elektroautos verkaufen. Investitionen in Elektromobilität, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste verschlingen Milliarden, an anderer Stelle muss entsprechend gespart werden - und zugleich flaut die Konjunktur ab. Für BMW ist der im Oktober erwartete Brexit zudem eine besondere Herausforderung, weil der Konzern den Mini und den Rolls-Royce in Großbritannien baut.

Im ersten Quartal hatte BMW wegen einer drohenden EU-Kartellstrafe im Kerngeschäft rote Zahlen geschrieben. Im zweiten Quartal haben die Münchner insgesamt und auch mit der Stammmarke BMW weltweit mehr Autos verkauft als im Vorjahr, in China läuft es gut. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten erwarten, dass der Konzernumsatz im zweiten Quartal um 1,5 % auf 25,4 Mrd Euro gestiegen ist. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte allerdings um ein Fünftel auf 2,16 Mrd Euro gefallen sein.