Nedcar_Produktion_Elektro-Mini

Im Sommer 2014 startet Nedcar mit der Mini-Produktion in Born. Nun könnte der Brexit den Holländern ein weiteres Modell der Marke bescheren: der kommende E-Mini. Archivbild: Nedcar

Wie AUTOMOBIL PRODUKTION aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, steht das ursprüngliche Vorhaben, den im Herbst 2016 bestätigten Elektro-Mini im britischen Stammwerk in Oxford zu bauen, auf der Kippe. Grund ist, dass noch keine detaillierten Pläne auf dem Tisch liegen, wie das Verhältnis zwischen EU und Großbritannien nach dem Brexit-Votum neu justiert wird. Bei BMW habe man sich Klarheit bis Ende März erhofft; dann soll auch die Entscheidung über den Produktionsstandort des E-Mini fallen.

 Dass Ende März tatsächlich Klarheit herrscht, wie der Ablösungsprozess der Briten von der EU abläuft und welche Konsequenzen sich daraus auf der wirtschaftlichen Ebene ergeben, gilt als unwahrscheinlich: „Die Unternehmen erwarten Planungssicherheit, die wird im Frühjahr noch nicht geben“, sagt ein britischer Insider.  

Vor dem Hintergrund hat man in München offenbar einen Plan B in der Tasche. Und der sieht vor den E-Mini bei Kontraktfertiger Nedcar in den Niederlanden zu bauen. Einen offiziellen Kommentar aus München gibt es nicht, ein Sprecher sagte lediglich: „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen und hängt von vielen Faktoren ab.“

Erst vor wenigen Tagen hatte BMW bestätigt, dass zur Entlastung des Werks Regensburg ein Teil der BMW X1-Fertigung zu Nedcar verlegt wird. Aktuell werden dort der Mini Hatchback, das Cabrio und der Countryman gefertigt.