BYD_Elektromobilität_Batteriefertigung

BYD produziert nicht nur Elektroautos und -busse, der Konzern hat auch ein starkes Standbein in der Batteriefertigung. Jetzt hat man sich eine Verdreifachung der produzierten Gigawattstunden noch in diesem Jahr zum Ziel gesetzt. Bild: BYD

Über die enorme Produktionssteigerung bei BYD berichten chinesische Medien. Kommt der Konzern, der vor einigen Jahren in die Fertigung von Lithium-Ionen Batterien eingestiegen ist, auf die angestrebten 20 GWh, bedeutet das eine Steigerung um das 2,7fache im Vergleich zu 2016. Zur Einordnung: die von Tesla betrieben Gigafactory will ab 2020 35 GWh produzieren. Mit den jetzt von BYD angestrebten 20 GWh können grob gerechnet etwas mehr als 400.000 Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite von 300 bis 350 Kilometer versorgt werden.

Aber nicht nur BYD stockt in Erwartung eines starken Nachfrageanstiegs bei Elektroautos auf. Auch Konkurrent CATL, unter anderem Lieferant für den BMW i3, hat ambitionierte Pläne. So will man die Produktion von 7,7 GWh in diesem Jahr auf 50 GWh im Jahr 2020 steigern.

Auch CATL stockt auf

Die Aktivitäten der Produzenten stehen auch vor einen industriepolitischen Hintergrund. So sind nur die Batterien der Hersteller, die pro Jahr mehr als acht GWh herstellen, zertifizierungsfähig. Das ist wiederum Voraussetzung für eine steuerliche Förderung der E-Autos in denen diese Batterien eingebaut werden.