Automarkt China

Der Autoabsatz in China fällt im Januar um 18 Prozent. Das war der stärkste Einbruch seit dem Jahresanfang 2012. Bild: press inform

| von Roswitha Maier

So lieferten die Hersteller an die Autohändler mit 1,61 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr gut ein Fünftel weniger aus, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) in Peking mitteilte. Das war der stärkste Einbruch seit dem Jahresanfang 2012. Käufer mieden Autohäuser zunehmend angesichts der Epidemie. Die CAAM schätzt, dass der Ausbruch des Coronavirus die Autoproduktion in diesem Jahr um eine Million Fahrzeuge mindern könnte. 2019 waren in China rund 21 Millionen Autos verkauft worden.

Schon seit rund anderthalb Jahren stockt es jedoch ungeachtet des Virus auf dem größten Automarkt der Welt. Auslöser war damals der Handelsstreit zwischen den USA und China, nun kommen zu der lange währenden Unsicherheit um Zölle und die chinesische Konjunktur weitere Probleme hinzu. Am schärfsten war der Rückgang im Januar bei den Absatzzahlen von Elektroautos. Diese werden üblicherweise vor allem in den vom Virus besonders betroffenen Großstädten des Landes verkauft.

Bisher schlugen sich die deutschen Hersteller gut durch die Branchenflaute. Vor allem die Premiumanbieter Daimler und BMW konnten sich der Schwäche des Marktes weitgehend entziehen, weil bei ihren Kunden Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung keine so große Rolle spielten wie bei Massenherstellern.

Der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) hatte bereits gewarnt, das Coronavirus würde das Wachstum des Gesamtmarkts auf Jahressicht voraussichtlich fünf Prozentpunkte kosten und im Januar und Februar zu einem Einbruch der Verkäufe von rund 30 Prozent führen.

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