Produktion-Restart

Der Geschäftsklima-Index vom Münchner Ifo-Institut legt den dritten Monat in Folge zu. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 89,3 Punkte gerechnet. Im April war der Indikator - belastet durch die Corona-Krise - auf ein Rekordtief von 74,3 Punkte gefallen. Die Unternehmen bewerteten vor allem ihre Zukunftsaussichten besser. Der entsprechende Indikator stieg 5,4 Punkte auf 97,0 Punkte. Aber auch die Bewertung der aktuellen Lage hellte sich auf. Der Wert legte um 3,2 Punkte auf 84,5 Punkte zu. "Die deutsche Wirtschaft erholt sich schrittweise", kommentierte Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts.

Ökonomen mahnen jedoch zur Vorsicht. Die Erholung in der deutschen Wirtschaft dürfte sich nach Einschätzung von Commerzbank-Volkswirt Marco Wagner in den kommenden Monaten abschwächen: "Die coronabedingt höhere Verschuldung der Unternehmen dämpft deren Investitionen und die weiter angespannte Lage am Arbeitsmarkt drückt die Konsumlaune." Außerdem scheine sich in Europa eine zweite Infektionswelle anzubahnen.

"Die Corona-Pandemie hält die Weltwirtschaft noch länger im Würgegriff", schreibt Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Solange kein Impfstoff verteilt wird, kann sich die globale Konjunktur nicht nachhaltig erholen". Vor allem, dass die USA das Virus nicht im Griff haben, dürfte die exportstarke deutsche Industrie länger spüren. Hinzu komme der Strukturwandel in der Automobilindustrie, so Gitzel.

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