Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sieht Deutschland beim autonomen Fahren ganz weit vorn und verspricht Unterstützung beim Infrastrukturausbau. Bild: BMVI

Auf der Veranstaltung des Automobilclubs "Mobil in Deutschland" unter dem Motto "Mobilität 4.0" versicherte Dobrindt, alles dafür zu tun, bessere Bedingungen sowohl für Elektromobilität als auch für autonomes Fahren zu schaffen. Dobrindt hob in seiner Rede vor Vertretern der Politik und Wirtschaft hervor, Deutschland sei der erste europäische Staat, der bereits eine Gesetzgebung zum autonomen Fahren verabschiedet habe. Dobrindt betonte, ein solches Gesetz könne nur eine erste Basis sein, da sich durch technische Fortschritte auch die Gegebenheiten änderten.

Um die technologische Führerschaft deutscher Hersteller und Zulieferer zu fördern, werde man für eine optimale Teststrecke auf der A9 sorgen und alles Notwendige dafür tun. Zwischenzeitlich pflegt man auch einen regen Austausch mit anderen EU-Staaten wie Frankreich, um hier auch grenzüberschreitende Testbedingungen für autonome Fahrzeuge zu schaffen. Für Dobrindt sind die selbststeuernden Automobile ein weiter Fortschritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Doch um alle - auch moralische - Entscheidungen im autonomen Modus zu regeln, arbeite eine Ethikkommission unter Leitung des ehemaligen Verfassungsrichter Udo di Fabio daran, die Prioritäten festzuschreiben. Unter anderem werde zum Beispiel in kritischen Verkehrssituationen immer die Sicherheit des Menschen und nie der Sache vorgeschrieben. Die Vorschläge der Kommission werden ab heute in den entsprechenden Gremien präsentiert.

Die Zukunft der Mobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung und Elektrifizierung stehen auch beim AUTOMOBIL FORUM 2017 am 12. und 13. Juli im Fokus. Mehr Informationen hier.

Fotoshow: Mit diesen Komponenten automatisiert Bosch das Fahren

Fotoshow: Mit diesen Komponenten automatisiert Bosch das Fahren

  • Ultraschallsensor für das automatisierte Fahren von Bosch

    Ultraschallsensoren werden beim automatisierten Fahren vor allem für die Umgebungserkennung im Nahbereich bis zu sechs Metern und bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Beispiel beim Parken, benötigt. Die Sensoren funktionieren nach dem Echolotprinzip, mit dem sich beispielsweise auch Fledermäuse orientieren. Bild: Bosch

  • Stereo-Videokamera von Bosch

    Die Stereo-Videokamera erfasst nicht nur Objekte räumlich und bestimmt deren Entfernung, sondern erkennt vor allem auch Freiflächen. Die Informationen des Sensors werden mit Daten anderer Sensor-Prinzipien zu einem Umfeldmodell für automatisiert fahrende Autos fusioniert. Bild: Bosch

  • Human Machine Interface

    Automatisiertes Fahren verändert die Fahrzeugbedienung und verlangt nach modernen Konzepten für die Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrzeug. Der Fahrer muss das System intuitiv erfassen und bedienen können. Bild: Bosch

  • Bremskraftverstärker Bosch

    Wenn die Fahraufgabe an das Auto delegiert wird, stellt das an sicherheitsrelevante Systeme wie die Bremse besondere Anforderungen. Um die größtmögliche Verfügbarkeit bei einem Ausfall sicherzustellen, wird eine Absicherung in Form von Redundanz benötigt. Ohne dass der Fahrer eingreifen muss, können das ESP und der elektromechanische Bremskraftverstärker iBooster unabhängig voneinander ein Auto abbremsen. Bild: Bosch

  • Connected Horizon von Bosch

    Der Connected Horizon ermöglicht eine dynamische Streckenvorausschau der Fahrroute und entsprechende Anpassungen der Fahrstrategie. Das System lässt automatisierte Fahrzeuge vorausdenken. Das soll den Komfort und die Sicherheit beim Fahren erhöhen. Bild: Bosch

  • Radarsenosr von Bosch

    Radarsensoren liefern in einer Entfernung von bis zu 250 Metern als eines von mehreren Sensor-Prinzipien wichtige 360-Grad-Umfeldinformationen für automatisiert fahrende Autos. Die Hauptaufgabe eines Radarsensors ist das Erkennen von Objekten sowie die Messung von deren Geschwindigkeit und Position im Vergleich zur Bewegung des eigenen Fahrzeugs. Bild: Bosch

  • ESP von Bosch

    Ausweichmanöver auf trockener, nasser, verschmutzter oder rutschiger Fahrbahn führen häufig zu schweren Verkehrsunfällen. ESP vergleicht mit Hilfe intelligenter Sensoren 25-mal pro Sekunde, ob das Auto auch dahin fährt, wo der Fahrer hinlenkt. Weichen die Werte voneinander ab, greift das Schleuderschutzsystem unterstützend ein. Bild: Bosch