Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sieht Deutschland beim autonomen Fahren ganz weit vorn und verspricht Unterstützung beim Infrastrukturausbau. Bild: BMVI

| von Christiane Habrich-Böcker

Auf der Veranstaltung des Automobilclubs "Mobil in Deutschland" unter dem Motto "Mobilität 4.0" versicherte Dobrindt, alles dafür zu tun, bessere Bedingungen sowohl für Elektromobilität als auch für autonomes Fahren zu schaffen. Dobrindt hob in seiner Rede vor Vertretern der Politik und Wirtschaft hervor, Deutschland sei der erste europäische Staat, der bereits eine Gesetzgebung zum autonomen Fahren verabschiedet habe. Dobrindt betonte, ein solches Gesetz könne nur eine erste Basis sein, da sich durch technische Fortschritte auch die Gegebenheiten änderten.

Um die technologische Führerschaft deutscher Hersteller und Zulieferer zu fördern, werde man für eine optimale Teststrecke auf der A9 sorgen und alles Notwendige dafür tun. Zwischenzeitlich pflegt man auch einen regen Austausch mit anderen EU-Staaten wie Frankreich, um hier auch grenzüberschreitende Testbedingungen für autonome Fahrzeuge zu schaffen. Für Dobrindt sind die selbststeuernden Automobile ein weiter Fortschritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Doch um alle - auch moralische - Entscheidungen im autonomen Modus zu regeln, arbeite eine Ethikkommission unter Leitung des ehemaligen Verfassungsrichter Udo di Fabio daran, die Prioritäten festzuschreiben. Unter anderem werde zum Beispiel in kritischen Verkehrssituationen immer die Sicherheit des Menschen und nie der Sache vorgeschrieben. Die Vorschläge der Kommission werden ab heute in den entsprechenden Gremien präsentiert.

Die Zukunft der Mobilität, autonomes Fahren, Digitalisierung und Elektrifizierung stehen auch beim AUTOMOBIL FORUM 2017 am 12. und 13. Juli im Fokus. Mehr Informationen hier.

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