Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchione beurteilt den Trend weg vom Diesel hin zum E-Auto als kritisch.

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne beurteilt den Trend weg vom Diesel hin zum E-Auto als kritisch. Bild: Fiat Chrysler

Die Reaktionen in Europa seien nicht hilfreich. "Das ist die falsche Antwort zur falschen Zeit", sagte Marchionne am Dienstag auf dem Genfer Autosalon und mahnte: "Wir müssen sehr vorsichtig sein. Wir müssen cool sein." Statt auf jede Provokation sofort zu reagieren, sollte die Diskussion breiter geführt werden.

Kritisch beurteilte Marchionne auch den Trend weg vom Diesel und hin zu Elektroautos. "Wir sind die Einzigen, die vorsichtig sind bei elektrischen Autos und beim Autonomen Fahren", sagte der Fiat-Chrysler-Chef. Das sei Zukunftsmusik, und "die Zukunft ist nicht jetzt". Aber die Nachfrage nach Diesel-Autos sinke, "der Markt sagt: schuldig", und die Vorgaben der Regulierer machten dem Diesel die Zukunft schwer. Deshalb werde auch Fiat-Chrysler die Abhängigkeit vom Diesel deutlich verringern, "weil wir müssen."

Ohne den Einstieg des chinesischen Geely- und Volvo-Eigentümers bei Daimler direkt zu kommentieren sagte Marchionne, er sehe den Einstieg chinesischer Investoren nicht so negativ. Der französische PSA-Konzern sei bei Opel eingestiegen, und Allianzen bei Zukunfts-Technologien seien vernünftig.