Magneti Marelli Verkauf vor Abschluss

Die Gespräche zwischen FCA und Samsung über den Verkauf von Zulieferer Magneti Marelli sollen sich in der finalen Phase befinden. Bild: Magneti Marelli

Dass in der Gesamtstrategie von Sergio Marchionne für den Autokonzern Fiat-Chrysler kein Platz mehr für den Zulieferer Magneti  Marelli ist, ist bekannt. Bereits im vergangenen Herbst bestätigte Marchionne offiziell Verkaufsverhandlungen mit Samsung. Dann platzte bei den Südkoreanern das  Galaxy Note 7-Debakel dazwischen, worauf die Gespräche zurück gestellt wurden.

 Seither war es ruhig geworden um das Thema. Nun meldet Milano Finanza unter Berufung auf FCA-Kreise, dass sich die Verhandlungen in der finalen Phase befänden. Auch bezüglich der weit auseinander liegenden Preisvorstellungen habe man sich so gut wie geeinigt. So soll Samsung umgerechnet 871,6 Millionen US-Dollar geboten haben, dem stand eine Forderung in nahezu dreifacher Höhe von FCA entgegen.

Das Problem: Nach Einschätzung von IHS Markit hat Samsung nach dem Kauf von Harman im vergangenen Jahr höchstes Interesse an der Elektronik- und Lichtsparte von Magneti  Marelli. Für die anderen Bereiche hätten die Südkoreaner dagegen kaum Verwendung. Dies könnte zu erheblichen Problemen bei der Bestimmung des Firmenwerts  führen.