Sigmar Gabriel

Gilt bereits als Favorit für die Nachfolge von Bernhard Mattes als VDA-Präsident, weiß aber offiziell von nichts: "Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden", sagt Sigmar Gabriel. Bild: Maurice Weiss / SPD-Landesgruppe Niedersachsen

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat sich nach Darstellung der Zeitung Die Zeit verwundert über die Debatte über einen möglichen Wechsel an die Spitze des Verbands der Automobilindustrie (VDA) gezeigt. Er sei daran nicht beteiligt worden. "Ich habe mich nicht ins Spiel gebracht und bin nicht offiziell vom VDA angesprochen worden", sagte Gabriel dem Blatt. "Ich staune ein bisschen, bin aber auch weit genug weg in den USA und sehe mir das mit großer Gelassenheit an." Es habe mit ihm keine formellen Gespräche darüber gegeben: "Die gab es nicht."

Zuvor hatte die Bild am Sonntag gemeldet, Gabriel sei Favorit für den Chefposten beim Verband der Automobilindustrie. Der ehemalige Vize-Kanzler sei Wunschkandidat der Autokonzerne und der Zulieferer. Gabriel war früher auch Außen-, Wirtschafts- sowie Umweltminister. Neben Gabriel soll die frühere CDU-Politikerin Hildegard Müller im Rennen sein, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet hatte.

Der Posten des Spitzenlobbyisten der Autoindustrie muss neu besetzt werden, nachdem Bernhard Mattes im September seinen Rückzug zum Jahresende 2019 angekündigt hatte. Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Der VDA ist einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Autobranche mit mehr als 800.000 direkt Beschäftigten eine Schlüsselindustrie.