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Die Zündschloss-Affäre hält GM weiter in Atem. Die Zahl der Todesopfer liegt jetzt bei 50. – Bild: GM

Durch die weitere steigende Opferzahl ist damit zu rechnen, dass der bislang mit 400 Millionen US-Dollar ausgestattete Opferfonds wohl nicht ausreichen wird und man die von GM eingeräumte Linie bis 600 Millionen Dollar benötigen wird. Dass es bei den bislang von GM anerkannten Unfällen mit 50 Todesopfern bleiben wird, die in unmittelbarem Zuscammenhang mit defekten Zündschlössern stehen, gilt angesichts der derzeitigen Sachstands als unwahrscheinlich. So listet Feinberg in seinem jüngsten Zwischenbericht weitere 67 Fälle auf, die sich derzeit in Prüfung befindet, hinzu kommen 53 weitere Anträge, die noch nicht bearbeitet sind.

Die Entschädigungszahlungen bei Unfällen mit tödlichem Ausgang beginnen bei einer Million US-Dollar. Nicht alle Hinterbliebenen gehen allerdings auf das GM-Angebot ein, sondern wählen den Gang vor Gericht.

General Motors musste seit Anfang 2014 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurückrufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann dazu führen, dass Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker ausfallen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Lösung des Problems über Jahre verschleiert zu haben.
Im vergangenen Mai hatte GM wegen der verspäteten Rückrufe die Zahlung einer Geldbuße von 35 Millionen Dollar an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA akzeptiert. Auch das Justizministerium untersucht das Vorgehen des größten Autokonzerns der USA.
Als Reaktion auf die Affäre veranlasste die Konzernchefin Mary Barra eine Überprüfung und Erneuerung der Qualitätsprozesse bei allen GM-Marken. Resultat ist eine bislang nicht dagewesene Rückrufwelle von weltweit mehr als 30 Millionen Fahrzeugen des Konzerns.

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fv