Henner Lehne von IHS Automotive erläuterte auf dem AUTOMOBIL FORUM die regionalen Eigenheiten des chinesischen Automarktes. Bild: Jürgen Wolff

Möglicher Grexit ohne Relevanz für deutsche und europäische Autoindustrie: Bild: J. Wolff

Die Relevanz Griechenland für die europäische Autoindustrie tendiere sowohl vom Absatz her wie von der Produktionsseite Richtung “Null”, wie Autoanalyst Henner Lehne beim AUTOMOBIL FORUM vor einigen Tagen feststellte. Dennoch widmet sich IHS in seiner aktuellen Analyse zur Entwicklung des westeuropäischen Automarkts einem immer wahrscheinlicher werdenden Ausstieg der Griechen aus der EU, respektive den Folgen eines Schuldenschnitts. Denn: Deutschland ist die Lokomotive der kräftigen Erholung beim Autoabsatz in Westeuropa, der im Juni mit 14 Prozent besonders kräftig ausfiel und das Verkaufsplus in den ersten sechs Monaten auf über 6,9 Millionen Einheiten trieb (+8,1 Prozent).

Bislang, stellt IHS-Marktexperte Tim Urquhart fest, sei trotz des politischen Gezerres und des Umstands, dass Deutschland Hauptgläubiger der Griechen ist, keine Verunsicherung der Verbraucher festzustellen. Der führenden deutsche Markt werde getragen vom Vertrauen in die starke Wirtschaft und teils deutlichen Lohnzuwächsen in verschiedenen Branchen. Mit einem Markteinbruch rechnet er auch in Zukunft nicht, obwohl die Unsicherheit zunehme. Zumindest nicht durch die Entwicklung in Griechenland. Wesentlich relevanter für Deutschland und die gesamte Eurozone sei die Entwicklung in China und die sich dort abzeichnende Abschwächung des Wirtschaftswachstums.

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fv