Nissan Micra

Nissan leidet nach Einschätzung von Beobachtern auch unter dem Imageschaden durch die Affäre um Ghosn. Bild: Nissan

| von Roswitha Maier

Auch die Profitabilität wird im Geschäftsjahr per Ende März nicht so hoch ausfallen wie erhofft. Zudem werde man eine Aufwendung von 9,2 Milliarden Yen, umgerechnet rund 74 Millionen Euro, für bisher nicht geleistete Vergütungen an den ehemaligen Chairman Carlos Ghosn verbuchen, teilte Nissan mit.

Der Konzern aus Yokohama kalkuliert nun mit einem Betriebsergebnis von 450 Milliarden Yen, statt vorher 540 Milliarden Yen. Bei der operativen Marge stellt sich Nissan jetzt auf 3,9 Prozent ein. Zuvor ging die Gesellschaft noch von 4,5 Prozent aus. Wegen schwächerer Verkäufe in den USA und in Europa hält Nissan einen Gesamtabsatz von 5,6 Millionen Fahrzeugen für wahrscheinlicher als die ursprünglich angepeilten 5,9 Millionen Fahrzeuge. Beim Nettoergebnis stellt Nissan nun einen Wert von 410 (bisher: 500) Milliarden Yen in Aussicht.

Im dritten Quartal brach der Nettogewinn auf 70,4 Milliarden von 301,6 Milliarden Yen vor Jahresfrist ein. Im vergangenen Jahr profitierte Nissan mit 207,7 Milliarden Yen von der US-Steuerreform. Der operative Gewinn legte um 25 Prozent auf 103,3 Milliarden Yen zu, der Umsatz wuchs um rund 6 Prozent auf 3,045 Billionen Yen.