Ghosn Nissan Renault

Ghosn hatte einst aus Renault, Nissan und Mitsubishi eine mächtige Autoallianz geschmiedet. Er war vergangenen Donnerstag (4. April 2019) wegen einer neuen Anklage der Staatsanwaltschaft erneut in Untersuchungshaft in Tokio gebracht worden. Bild: Renault

| von Tino Böhler

Der japanische Renault-Partner Nissan hat den kürzlich erneut verhafteten einstigen Konzernchef Carlos Ghosn aus dem Verwaltungsrat geworfen. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung stimmte am Montag wie erwartet zu, den 65-Jährigen aus dem Gremium zu entfernen. Ghosn hatte einst aus Renault, Nissan und Mitsubishi eine mächtige Autoallianz geschmiedet. Er war vergangenen Donnerstag (4. April 2019) wegen einer neuen Anklage der Staatsanwaltschaft erneut in Untersuchungshaft in Tokio gebracht worden. Zugleich stimmten die Anteilseigner für die Aufnahme von Renaults neuem Chef Jean-Dominique Senard in den Verwaltungsrat.

Ghosn ist wegen angeblichen Verstoßes gegen japanische Börsenauflagen angeklagt. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Außerdem wird ihm Missbrauch von Nissan-Geldern zugunsten eines Vertriebspartners im arabischen Oman vorgeworfen.