Daimler Zetsche

Daimler-Chef Zetsche:"Alles steht auf dem Prüfstand: fixe und variable Kosten, Sach- und Personalkosten, Investitionsvorhaben, die Wertschöpfungstiefe und die Produktpalette.“ Bild: Daimler

| von Tino Böhler

Der noch amtierende Daimler-Chef Dieter Zetsche hat seinem designierten Nachfolger erneut verstärkte Sparanstrengungen mit auf den Weg gegeben. "Alles steht auf dem Prüfstand: fixe und variable Kosten, Sach- und Personalkosten, Investitionsvorhaben, die Wertschöpfungstiefe und die Produktpalette", sagte Zetsche am Mittwoch (22. Mai 2019) auf der Hauptversammlung in Berlin laut Redetext.

Im gesamten Unternehmen müssten die Kosten gesenkt und die Effizienz erhöht werden. Das diene auch dazu, die Kosten für neue Technologien in den Autos für die Kunden erschwinglich zu machen. Details ließ Zetsche zunächst offen. Mit Ablauf des Aktionärstreffens will er nach über 13 Jahren an der Konzernspitze den Posten für Ola Källenius freimachen, der das Sparprogramm dann weiter ausarbeiten muss.

Im vergangenen Jahr war der Gewinn trotz eines Umsatzanstiegs um mehr als ein Viertel abgerutscht. Auch der Start ins neue Jahr sei verhalten ausgefallen, sagte Zetsche. Schwächelnder Absatz, Diesel-Rückrufe, der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgasteststandard WLTP hatten Daimler zuletzt mächtig belastet. Für 2018 hatte Zetsche im Februar einen deutlichen Gewinneinbruch verkünden müssen, und auch 2019 läuft es bisher nicht gut. Dazu kommen die immer noch laufenden Verfahren im Dieselskandal und die Kartellermittlungen der EU - der Ausgang ist jeweils unklar.