Elektromobilität

Der Umweltbonus der Bundesregierung, der seit dem 1. Januar 2016 in gilt, wird weiterhin nur schleppend in Anspruch genommen. Bild: Fotolia/Petair

Zum Stichtag 31. Oktober wurde der sogenannte Umweltbonus 5.782 Mal beantragt, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilte. Ende September hatten 4.451 Anträge vorgelegen.

Die Top 10 der Hersteller führt erneut BMW mit 1.702 Anträgen beziehungsweise Fahrzeugen an. An zweiter Stelle steht wieder Renault mit 1.126 Anträgen. Audi liegt an dritter Stelle schon relativ weit abgeschlagen mit 700 Anträgen. Es folgen Volkswagen (575), Mitsubishi (472), Nissan (300), Kia (233), Mercedes-Benz (216), Peugeot (162) und Citroen (140).

Bayern ist Spitzenreiter

Auf Bundesländer verteilt ergeben sich enorme Ungleichgewichte. In Bayern wurden die meisten Anträge gestellt (1.430), an zweiter Stelle folgt Baden-Württemberg mit 1.156 Anträgen. Nordrhein-Westfalen kommt mit 954 Anträgen an dritter Stelle. Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern und Bremen mit 45 beziehungsweise 42 Anträgen.

Den Zahlen zufolge verfehlt die Bundesregierung ihr Ziel, den Ankauf von Elektroautos in Behörden und Verwaltungen voranzutreiben. So wurden lediglich von 35 kommunalen Betrieben und nur von zwei kommunalen Zweckverbänden entsprechende Anträge gestellt. Hingegen wollten 3.078 Privatpersonen und 2.621 Unternehmen die Kaufprämie einstreichen.

Ziel noch in weiter Ferne

Die Bundesregierung hatte Mitte Mai beschlossen, dass der Kauf neuer Elektroautos bis zum Listenpreis von 60.000 Euro mit einer Prämie gefördert werden soll. Für reine E-Autos gibt es 4.000 Euro, Hybridfahrzeuge werden mit 3.000 Euro bezuschusst. Dabei übernimmt der Autobauer die Hälfte, den Rest zahlt der Staat. Der sogenannte Umweltbonus gilt rückwirkend für Käufe ab dem 18. Mai. Insgesamt stehen bis spätestens 2019 für die Kaufprämie 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen fahren sollen. Das Kraftfahrtbundesamt veröffentlicht den Gesamtbestand an zugelassenen Fahrzeugen nur ein Mal im Jahr. Laut den letzten verfügbaren Zahlen vom 1. Januar hatten von den 45,1 Millionen Personenkraftwagen in Deutschland rund 156.000 Fahrzeuge einen Elektro- oder Hybridantrieb. Darunter befanden sich 25.502 Pkw, die ausschließlich elektrisch angetrieben wurden und 130.365 Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb (einschließlich Plug-In-Hybrid).