Man könnte das alte Radio Eriwan bemühen: Im Prinzip und strategisch ist Russland für Renault ein

Man könnte das alte Radio Eriwan bemühen: Im Prinzip und strategisch ist Russland für Renault ein wichtiger Markt. In der aktuellen Lage – wie für fast alle anderen OEM – eine Katastrophe. Bild: Renault

Nachdem es in den vergangenen Monaten nach einer Stabilisierung auf schwachem Niveau ausgesehen hat, wurde der russische Automarkt im November noch einmal brutal erwischt. Gerade noch 131.572 Fahrzeuge wurden laut aktuellen Zahlen der Association of European Business (AEB), die regelmäßig Verkaufszahlen für Russland meldet, verzeichnet. Das sind über 43 Prozent weniger als im Vorjahr und komme einem “Marktkollaps” gleich. Hauptgrund für die Katastrophen-Performance sind die weiterhin schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dazu kommt: weil im November des Vorjahres die neue Abwrackprämie positive Wirkung zeigte, ist die Vergleichsbasis zum Vorjahr relativ hoch.

Unter den 10 absatzstärksten Autoherstellern in Russland mussten Toyota, Nissan (jeweils -53%), Renault (-46%) und Skoda (-39%) die höchsten Rückschläge hinnehmen. Mit Blick auf die ersten elf Monate liegen Nissan (-42%), Toyota (-40%), Renault (-38%) und VW (-38%) am dicksten im Minus.

Für das Gesamtjahr erwartet IHS Automotive einen Absturz um knapp 35 Prozent auf 1,63 Millionen Einheiten und auch für 2016 ist keine Besserung in Sicht. Für das kommende Jahr gehen die Marktexperten aktuell von 1,6 Millionen Einheiten aus. Wie schlimm es wirklich kommt, hängt wesentlich von der politischen Entwicklung und vom niedrigen Ölpreis ab.

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Frank Volk