Luftaufnahme des Mercedes-Benz-Werks in Untertürkheim: Das Werk besteht aus sechs Teilen. Bild: Daimler

Luftaufnahme des Mercedes-Benz-Werks in Untertürkheim: Das Werk besteht aus sechs Teilen. Bild: Daimler

Nachdem der örtliche Betriebsrat die Genehmigung von Überstunden ab kommenden Samstag verweigert hatte, sagte das Management für diesen Samstag nun die Frühschicht im Sindelfinger Werk zur E-Klasse-Produktion ab.

Beide Standorte sind eng miteinander verzahnt, Sindelfingen bekommt Bauteile aus Untertürkheim. Weil an einem Teil der Lieferkette die Fertigung gedrosselt werden muss, tritt die Geschäftsführung nun auch in einem anderen Teil - in Sindelfingen - auf die Bremse.

In der Auseinandersetzung geht es darum, ob Untertürkheim beim Bau neuer Elektroautos künftig eine tragende Rolle spielt und somit umfassend Jobs gesichert werden. Die Geschäftsführung hatte hierzu ein Angebot auf den Tisch gelegt und die Ansiedlung von elektrischen Antriebsmodulen und der Batteriemontage vorgeschlagen.

Dafür allerdings will die Chefetage Zugeständnisse von der Arbeitnehmerseite - etwa die Teilnahme an Qualifizierungen außerhalb der Arbeitszeit. Dies will der Betriebsrat nicht akzeptieren. Das Werk Untertürkheim hat rund 19.000 Beschäftigte.