Tesla Model 3

Es ist noch unklar, wie viele Einheiten des Tesla Model 3 testweise produzieren will. Bild: Tesla

Wie Automotive News berichtet, bereitet Tesla die Produktion seines Model 3 vor und will dafür die Anlage für eine Woche schließen, um sie auf das neue Elektromodell umzurüsten. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass sich die einwöchige Schließung auf die Produktions- oder Lieferergebnisse im ersten Quartal 2017 auswirken. Tesla will laut der Nachrichtenagentur Reuters die verlorene Zeit mit zusätzlichen Produktionstagen aufholen.

Teslas Model 3 zählt bisher mehr als 400.000 Vorbestellungen, was auf den relativ erschwinglichen Preis zurückzuführen ist. Die Aufträge bedeuten auch eine dicke Finanzspritze für das Unternehmen. Kaufinteressenten müssen für das E-Auto, das vor Abzug staatlicher Förderprämien 35.000 Dollar kostet und Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018 auf den Markt kommen soll, eine Anzahlung von 1.000 US-Dollar leisten – ein Schnäppchen im Vergleich zu den Einlagerungen, die Tesla für das Modell S und das Modell X verlangte.

In einem Tweet aus Oktober 2016 verriet Tesla-Chef Elon Musk, dass die ersten 12 Monate der Produktion bereits ausverkauft sind. 

Mit dem Nachfrage-Boom gerät Tesla aber auch unter Druck: In der Vergangenheit hat die Firma des schillernden Tech-Milliardärs Elon Musk Auslieferungstermine wiederholt nicht einhalten können. Die Skepsis darüber, ob der Zeitplan für das Model 3 erfüllt wird, wächst – nicht zuletzt, da Tesla bereits viele Produktions- und Vertriebsfristen des Modells nicht einhalten konnte.

Das Model 3 wird voraussichtlich mit einer Ladung 215 Meilen (346 Kilometer) fahren können. Tesla will mit dem Modell 2017 in die Serienproduktion gehen. 

Arbeiter fordern Gewerkschaft

Unabhängig von der Werksvorbereitung auf das Modell 3 sollen einige Anlagenmitarbeiter des amerikanischen OEMs eine Gewerkschaftsvertretung fordern. Dafür hätten sich die Tesla-Mitarbeiter mit den "United Auto Workers", einer Gewerkschaft in den USA, in Verbindung gesetzt.

Das ist Teslas Model 3 in Bildern

  • Tesla will den Erfolg des luxuriösen Model S in der kleineren Mittelklasse wiederholen. Ende 2017 soll der Konkurrent für BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 auf den Markt kommen – natürlich rein elektrisch.- alle Bilder: Tesla

    Tesla will den Erfolg des luxuriösen Model S in der kleineren Mittelklasse wiederholen. Ende 2017 soll der Konkurrent für BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 auf den Markt kommen – natürlich rein elektrisch.- alle Bilder: Tesla

  • Optisch orientiert sich das Model 3 weitgehend am Model S, ist jedoch etwas höher und deutlich kürzer.

    Optisch orientiert sich das Model 3 weitgehend am Model S, ist jedoch etwas höher und deutlich kürzer.

  • Ein überdimensionales Glasdach zieht sich von der Windschutzscheibe bis in die Heckklappe. Wahlweise gibt es Hinterrad- oder Allradantrieb.

    Ein überdimensionales Glasdach zieht sich von der Windschutzscheibe bis in die Heckklappe. Wahlweise gibt es Hinterrad- oder Allradantrieb.

  • Da sich das Akkupaket im Unterboden des Fahrzeugs befindet, lässt sich Gepäck vorne und hinten einladen.

    Da sich das Akkupaket im Unterboden des Fahrzeugs befindet, lässt sich Gepäck vorne und hinten einladen.

  • Zu den Leistungsdaten hält sich Tesla noch bedeckt. Bekannt ist: Den Spurt 0 auf Tempo 100 soll das amerikanische Elektromobil in weniger als sechs Sekunden schaffen.

    Zu den Leistungsdaten hält sich Tesla noch bedeckt. Bekannt ist: Den Spurt 0 auf Tempo 100 soll das amerikanische Elektromobil in weniger als sechs Sekunden schaffen.

  • Preislich soll das Model 3 von Tesla bei 35.000 Dollar, umgerechnet knapp 32.000 Euro, starten. Damit wäre die Mittelklasselimousine sogar noch günstiger als der jüngst vorgestellte elektrische Chevrolet Bolt, der für 37.000 Dollar eine rein elektrische Reichweite von 320 Kilometern in Aussicht stellt.

    Preislich soll das Model 3 von Tesla bei 35.000 Dollar, umgerechnet knapp 32.000 Euro, starten. Damit wäre die Mittelklasselimousine sogar noch günstiger als der jüngst vorgestellte elektrische Chevrolet Bolt, der für 37.000 Dollar eine rein elektrische Reichweite von 320 Kilometern in Aussicht stellt.