Joachim Damasky

Joachim Damasky, VDA-Geschäftsführer: Wenn die E-Autos "in Massen am Markt" sind, werden Tesla auf Dauer die eigenen Ladesäulen nicht mehr reichen. Bild: VDA

Wenn die E-Autos "in Massen am Markt" seien, werden dem Hersteller auf Dauer die eigenen Ladesäulen nicht mehr reichen, wie Joachim Damasky, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der Hannover Messe sagte. Kostenlose Ladeinfrastruktur könne nicht für Millionen Autos angeboten werden, irgendwann müsse auch Tesla daher auf vorhandene Säulen zurückgreifen.

Um die Verkäufe ihrer E-Sportwagen anzukurbeln, hatte die US-Firma kurzerhand weltweit Ladestationen aufgestellt. Das Netz ist auf mehr als 700 Ladestationen mit rund 5.000 Ladepunkten angewachsen. In Europa hat Tesla gut 260 seiner "Supercharger" installiert.

Es gebe erheblichen Druck auf Tesla, "Kompatibilität herzustellen", sagte Rüdiger Marquardt, Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Normung. Hersteller, die auf eigene Lösungen setzen, schwenken nach seiner Einschätzung im Laufe der Zeit oft auf kompatible Lösungen um.