BMW_Boykott_USA

Zielscheibe von US-Bürgerrechtsaktivist Jackson ist derzeit BMW. Jackson wirft dem Autobauer Diskriminierung vor. Bild: BMW

| von Frank Volk

Der bekannte Bürgerrechtsaktivist Jackson hatte vor einigen Tagen zum Kaufboykott gegen BMW aufgerufen. Sein Vorwurf: im US-Händlernetz seien die großen Minderheiten des Landes, also Afroamerikaner, Hispanoamerikaner und Amerikaner asiatischer Abstammung stark unterrepräsentiert. Tatsächlich werden von 360 BMW-Autohäusern nur sieben von afroamerikanischen Betreibern, fünf von Hispanoamerikanern und neun von Amerikanern mit asiatischem Hintergrund geleitet – das geht aus einer Erhebung des Branchenverbandes NAMAD hervor.

Jackson verlangt die Schwarzen als Partner und nicht nur als Kunden zu sehen. Das geschehe im Händlernetz von BMW nicht, weshalb der Aktivist vor einigen Tagen zum Boykott gegen BMW aufrief. Diesem hat sich jetzt auch der Verband afroamerikanischer Zeitungen angeschlossen. Dessen Präsidentin Dorothy Leavell erklärte laut einem Bericht der Süddeutsche Zeitung, dass man die 47 Millionen Leser aufrufen werde, nicht mehr BMW zu kaufen.

Unklar ist, warum Jackson BMW zum Ziel seiner Attacke ausgewählt hat. Denn mit seiner Händler-Minderheiten-Quote liegt der Autobauer eher im Mittelfeld.

BMW erklärte zu dem Fall, dass man sich bemühe sich, die Zahl der Händler mit Migrationshintergrund zu steigern. "BMW engagiert sich seit Jahrzehnten für Diversität, und das sieht man bei unseren Angestellten, unseren Zulieferern und unseren Händlern auch." 

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