Der chinesisische Hersteller BYD will sich stärker aufs Autogeschäft konzentrieren und hat sich

Der chinesisische Hersteller BYD will sich stärker aufs Autogeschäft konzentrieren und hat sich jetzt von seiner Elektronik-Sparte getrennt. Bild: BYD

Der in Shenzen beheimatete Autobauer hat einen klaren Schwerpunkt in der Entwicklung und dem Bau von Elektroautos, in Deutschland ist der Hersteller vor allem durch sein Kooperationmit Daimler bekannt. Zusammen bauen die Unternehmen den für den China-Markt bestimmten Denza. Weniger bekannt: BYD hat für europäische Verhältnisse eine extreme Fertigungstiefe und produziert bis hin zu Scheibenwischern noch fast alle Komponenten in eigenen Fabriken. Darunter auch über die Tochterfirma Shenzen BYD Eletronic Components LCD-Displays und Webcams. Diesen Teil gibt der Autobauer an Holitech Technology ab, die ihrerseits Touchscreens und LCD-Displays produzieren. Gegenüber Automotive News begründet der Hersteller damit, sich stärker auf die Autoentwicklung und Produktion zu konzentrieren. Nach Einschätzung von IHS Automotive braucht der Autobauer die frei werdenden Mittel zur weiteren Finanzierung der laufenden Produktoffensive. Außerdem plant BYD den Bau einer Batteriefabrik in Shenzen und will auch in Europa ein Werk bauen. Das vor dem Hintergrund eines schwachen Jahres 2014.

Im vergangenen Jahr musste BYD – wie andere chinesische Hersteller – einen Absatzrückgang am Heimatmarkt verkraften. Dieser schlug auch aufs Ergebnis durch. So rutschte im dritten Quartal 2014 der Nettogewinn um 26 Prozent ab. Auch in diesem Jahr werden die großen chinesischen Marken nach Meinung der Marktexperten am am stärksten unter der nachlassenden Wachstumsdynamik in China leiden.

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fv