VW_Brasilien_Markterholung

Auch für VW ging es im März sowohl bei Absatz wie Produktion aufwärts am Krisenmarkt Brasilien. Archivbild: VW

Nach dem Absatzplus im März von 7,1 Prozent bei den Pkw und +1,4 Prozent bei den leichten Nutzfahrzeugen herrschte Erleichterung bei den Marktexperten. Erstmals in diesem Jahr ging es in Brasilien wieder aufwärts, was zumindest die Hoffnung nährt, dass der in den vergangenen Jahren schwer eingebrochene Markt sich nun zumindest seiner Talsohle nähert. IHS Markit erwartet im ersten Halbjahr noch weitere Minusmonate, danach sollte es aber aufwärts gehen, so dass der Pkw-und LCV-Absatz – wie 2016 – mit etwa zwei Millionen Einheiten abschließen dürften. 2016 war der Markt um 20 Prozent abgerutscht und auf den tiefsten Stand seit 2006 gestürzt. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres war der Fahrzeugverkauf weiter zurück gegangen. Folge ist ein Minus von 1,1 Prozent nach dem ersten Quartal.

Das März-Ergebnis des Gesamtmarktes spiegelt sich auch in den Resultaten der größten Autobauer im Land wieder: der FCA-Konzern verkaufte knapp 31.000 Pkw und LCV im März, knapp dahinter folgt GM mit etwas unter 31.000 verkauften Einheiten und VW mit 23.000 Einheiten. Sowohl bei den Pkw wie bei den LCV kam GM im März auf die höchsten Zuwachsraten.

So schwach der inländische Fahrzeugmarkt ist, so stramm geht es mit der Autoproduktion im Land aufwärts. Diese legte im März um 18,6 Prozent auf 227.108 Einheiten zu,  im ersten Quartal lag die Fahrzeugproduktion um 24,9 Prozent über dem Vorjahr. Die Diskrepanz aus schwachem Inlandsmarkt und hohen Produktionszuwachs erklärt sich durch die Bedeutung Brasiliens als Fahrzeugexport-Land.