Ram-2500_Modell 2017

Der Ram 2500 ist für Fiat-Chrysler in den USA eine echte Cashcow. Nun soll die ursprünglich für 2018 angekündigte neue Generation angeblich verschoben werden. Branchenkenner in den USA rätseln über die Beweggründe. Bild: Ram

Die Gesichter der Jeep und Ram-Händler in den USA werden länger. Nach dem vorläufigen Stopp für den Grand Wagoneer, mit dem Jeep aufs Gelände der hochpreisigen Luxus-SUV vordringen wollte, scheint nun auch eine Verschiebung eines zweiten heiß ersehnten Modells bevor zu stehen. Laut Medienberichten soll der für 2018 angekündigte, komplett neu designte Ram 2500 nun doch noch länger auf der bestehenden Plattform gebaut werden und lediglich ein Facelift erhalten.

In den USA sorgt die Nachricht für Kopfschütteln. Ram und Jeep sind die beiden Marken, die FCA derzeit ordentliche Gewinne einfahren, der Grand Wagoneer gilt als großer Hoffungsträger, der Ram 2500 ist eine echte Cashcow. Im Ranking der in Nordamerika stark gefragten Pickup-Trucks rangiert Ram auf Rang drei hinter Platzhirsch Ford F-Series und Chevrolet Silverado. In den ersten 11 Monaten des Jahres wurden über 440.000 Einheiten verkauft, 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Von FCA gibt es bislang weder ein Statement zum Grand Wagoneer noch zur kolportierten Verschiebung des kommenden Ram. Automotive News spekuliert, dass der Autobauer sein Produktionssystem größerflächig umbaut. Unwahrscheinlich ist das nicht. So hieß es im Zusammenhang mit dem Stopp für den Grand Wagoneer, dass das Modell nicht wie ursprünglich geplant auf einer Plattform mit dem Grand Cherokee produziert werden soll, sondern auf die Architektur des Ram umziehen soll. Wird nun diese verschoben, hat das entsprechende Auswirkungen auf den Marktstart für den geplanten Luxus-SUV.