China_Verkehrssituation

In Chinas verkehrsgeplagten Metropolen (hier Chengdu) ist die Lizenzvergabe für Kennzeichen wesentliche Instrument zur Steuerung der Verkehrsentwicklung. In Peking sind nach fünf Monaten alle Lizenzen für Elektroautos vergriffen. Bild: F. Volk

Die Vergabe von Kennzeichen-Lizenzen ist in China ein zentrales Instrument zur Verkehrsplanung und –steuerung, vor allem in Metropolregionen. Über eine Kontingentierung wollen die Behörden einerseits den jährlichen Zuwachs an Neufahrzeugen in den notorisch verkehrsüberlasteten Städten regulieren, andererseits auch steuern, was für Fahrzeuge neu auf die Straßen kommen. So sind die Wartefristen für Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb wesentlich länger als die für New Energy Vehicles; in der großen Mehrzahl handelt es sich dabei Plug-in-Hybride und rein elektrische Autos.

In Peking geht jetzt aber auch für NEV-Käufer nichts mehr. In der Metropole wurde für 2017 Jahr ein Kontingent von 60.000 Lizenzen für sogenannte New Energy Vehicles (NEV) festgesetzt. Wie chinesische Medien berichten, sind bereits nach den ersten fünf Monaten des Jahres alle Lizenzen vergeben: 51.000 an Privatpersonen und 3.000 an staatliche Einrichtungen und Behörden. Lediglich das reservierte Kontingent von 6.000 Lizenzen für gewerblich genutzte NEVs sei noch nicht ganz ausgeschöpft. Für Privatkunden bedeutet das zumindest bei Einhaltung des offiziellen Wegs: warten bis 2018.